Initiative gegründet

NRW-Staatssekretär Hennerkes: Grubengasnutzung bedeutet Energieeffizienz und Klimaschutz

Die Landesinitiative Zukunftsenergien hat eine "Grubengasinitiative" gegründet. Darin sollen Informationen und Neuigkeiten über diese umweltfreundliche Art der Stromerzeugung ausgetauscht werden.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Die Landesinitiative Zukunftsenergien in Nordrhein-Westfalen hat jetzt eine Grubengasinitiative NRW gegründet. Dazu waren mehr als 50 Experten ins Fraunhofer Umsicht Institut nach Oberhausen gekommen. Staatssekretär Hennerkes wünschte Prof. Dr. Axel Preuße von der RWTH Aachen, dem Moderator der neuen Initiative, einen ebenso guten Arbeitserfolg wie den 16 übrigen Arbeitsgruppen der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW.

Jörg Hennerkes, Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Wirtschafts- und Energieministerium zeigte sich begeistert: "In Nordrhein-Westfalen sind schon früh die Techniken zur Gewinnung und Verwertung von Grubengas entwickelt worden. Nordrhein-westfälische Unternehmen haben zum Teil mit Unterstützung aus dem REN-Programm des Landes das notwendige Know-how entwickelt und damit den Grundstein für eine breite Anwendung im Steinkohlenrevier gelegt. 39 ausgewiesene Grubengas-Bewilligungsfelder, Anlagenplanungen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt mehr als 70 Megawatt und geplante Investitionen von mehr als 100 Millionen DM: diese Zahlen bestätigen, dass die Unternehmen im Energie- und Technologieland Nordrhein-Westfalen an der Spitze sind, wenn es darum geht, effiziente Techniken zu entwickeln und anzuwenden, erneuerbare Energien zu nutzen, Umwelt und Klima zu schonen und damit Ökonomie und Ökologie zu verbinden."

Bisher wurden in Deutschland durch den aktiven und stillgelegten Bergbau jährlich mehr als eine Milliarde Kubikmeter Methan freigesetzt. In Blockheizkraftwerken (BHKW) genutzt, lässt es sich aber umweltschonend in Strom und Wärme umwandeln. Eine umfangreiche Nutzung des Grubengases scheiterte lange an den geringen Vergütungen für die Einspeisung der erzeugten elektrischen Energie in das Stromversorgungsnetz. Das änderte sich mit dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz der Bundesregierung, das im April 2000 in Kraft trat. Die dort auf 20 Jahre festgeschriebenen Vergütungssätze von 15 Pfennig je Kilowattstunde (13 Pfennig bei Überschreitung einer Anlagenleistung von 500 Kilowatt) ermöglichen nun eine wirtschaftliche Nutzung von Grubengas als Stromerzeuger.

Ein aus Sicht des Landes dabei besonders erwähnenswertes Projekt ist die Grubengasnutzung am Standort des ebenso symbolträchtigen wie innovativen Energieparks Mont Cenis in Herne. Auf dem Gelände der 1978 stillgelegten Schachtanlage Mont Cenis sind heute auch drei Blockheizkraftwerke mit einer elektrischen Leistung von etwa 1,5 Megawatt und einer thermischen Leistung von fast zwei Megawatt in Betrieb. Diese Anlagen werden mit Grubengas betrieben und versorgen ein Krankenhaus, die Fortbildungsakademie, ein Seniorenzentrum und einen Teil einer Wohnanlage mit Wärme.

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