Attraktiv

NRW soll bei Erdwärmenutzung auf Platz eins bleiben

80 Experten informierten sich kürzlich auf der Fachtagung Wärmepumpem-Marktplatz NRW über die fachgerechte Planung und Nutzung von Wärmepumpen. Mit der "Potenzialstudie Geothermie NRW" können Interessenten prüfen, mit welchem Aufwand für Erdbohrungen auf dem jeweiligen Grundstück zu rechnen ist.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Menschen in Nordrhein-Westfalen liegen bundesweit vorn bei der Nutzung der Erdwärme und wollen diesen Vorsprung weiter ausbauen. Das wurde bei der zweiten Fachtagung Wärmepumpen-Marktplatz NRW für Architekten und Bauplaner deutlich. Etwa 80 Experten informierten sich in Düsseldorf aus erster Hand über die fachgerechte Planung und Nutzung von Wärmepumpen.

Dr. Heinz Baues, Gruppenleiter im Energieministerium des Landes Nordrhein-Westfalen: "Heizen mit Erdwärme wird immer attraktiver. Doch obwohl Wärmepumpen Heizkosten sparen und die Umwelt schonen, weil sie die Energie direkt aus dem Erdreich nutzen, werden erst vier Prozent aller Neubauten in Deutschland mit ihnen beheizt. In der Schweiz sind es zehnmal soviel. Dabei können Bauherren etwa die Hälfte der bisherigen Heizungskosten einsparen. Dadurch amortisieren sich die Investitionskosten bereits nach wenigen Jahren. Darüber hinaus wird der Betrieb einer Wärmepumpe - auch beim Einsatz elektrischer Energie - ökologisch sehr positiv bewertet."

Damit Erdwärme für die Bürger im Land noch einfacher nutzbar wird, hat die Düsseldorfer Landesregierung die "Potenzialstudie Geothermie NRW" in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse wurden auf einer CD-Rom veröffentlicht und sind für alle Bürger in NRW erhältlich. Konkret bedeutet dies, dass nun bei jedem Neubau oder auch beim Austausch einer Heizungsanlage sofort geprüft werden kann, mit welchem Aufwand für Erdbohrungen auf dem jeweiligen Grundstück zu rechnen ist.

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