Vorreiter

NRW setzt auf "Konferenz für Erneuerbare Energien"

Auf der internationalen Konferenz vom 1. bis 4. Juni in Bonn will sich Nordrhein-Westfalen als Europas Energieland Nummer ein und Standort moderner Technologien präsentieren. Umweltministerin Bärbel Höhn und Städtebauminister Michael Vesper wiesen schon heute auf die Erfolgsbilanz hin.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Nordrhein-Westfalen will sich auf der "Internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien" (renewables 2004) Anfang Juni in Bonn als Europas Energieland Nummer eins und Standort moderner Technologien präsentieren. NRW habe in diesem Bereich eine Erfolgsbilanz vorzuweisen, betonten die Grünen-Minister Bärbel Höhn (Umwelt) und Michael Vesper (Städtebau) am Dienstag in Düsseldorf.

Die Konferenz vom 1. bis 4. Juni mit über 1000 erwarteten Teilnehmern aus aller Welt biete NRW die Chance, seine führende Position bei erneuerbaren Energien und Energieeffizienz unter Beweis zu stellen, sagte Höhn. Ziel des Treffens sei es, praktische Lösungen zur Bewältigung der Herausforderungen im Klimaschutz zu finden und dazu verbindliche politische Verpflichtungen zu vereinbaren.

In Nordrhein-Westfalen stammten laut Höhn 2003 nur etwa 2,5 Prozent des produzierten Stroms aus erneuerbaren Energien. Bundesweit waren es immerhin acht Prozent. In NRW seien aber deutliche Steigerungsraten zu verzeichnen, betonte Höhn. Vesper verwies auf zahlreiche vorzeigbare Projekte wie "Solares und energiesparendes Bauen", Windenergie und die sogenannten Passivhäuser mit einem "enorm niedrigen" Heizenergiebedarf. Diese Maßnahmen müssten nun weiterentwickelt werden. Die Konferenz biete die Chance, die Nutzung erneuerbaren Energien weltweit voranzutreiben und dabei auch auf Erfahrungen aus Nordrhein-Westfalen zurückzugreifen.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Gerhard Papke, kritisierte unterdessen den "energiepolitischen Blindflug" der Grünen ohne Rücksicht auf Verluste und ökonomische Vernunft. Solange erneuerbare Energien nicht zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar seien, wäre es unverantwortlich, unausgereifte Technologien mit Milliardensubventionen künstlich in den Markt zu drücken.

Deutschland nimmt bei der Nutzung regenerativer Energien laut Vesper eine Vorreiterrolle ein. Bis 2020 soll der Anteil der erneuerbaren Energien bundesweit mindestens 20 Prozent an der Stromerzeugung betragen. Experten halten es laut Vesper für möglich, dass bis 2050 gut die Hälfte des Strombedarfs der Bundesrepublik aus erneuerbaren Energien gewonnen wird.

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