Günstiger Stromversorger

NRW-Politiker machen mit beim Anbieterwechsel

NRW-Landespolitiker gehen beim Stromanbieterwechsel mit gutem Beispiel voran. Laut einer Umfrage der Verbraucherzentrale NRW im Rahmen der Kampagne "Strom. Jetzt wechseln. Jetzt sparen" haben 41 von 94 befragten Landtagsabgeordnete einen Anbieterwechsel vollzogen, geplant oder halten ihn für vorstellbar.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - Als Grund für einen Anbieterwechsel sagten 30 Abgeordnete (31,9 Prozent der Ant­worten), dass sie künftig beim Strombezug Geld sparen wollen. Und 29 Landes­politiker (30,9 Prozent der Antworten) betonen, dass nur ökologisch erzeugter Saft aus ihrer der Steckdose strömen soll. Abgeordnete in NRW, die den Gang zu einem anderen Anbieter gewagt haben, beur­teilen den Wechsel positiv (Note 1,8). 47 Abgeordnete - also jeder zweite der Befragen - sind mit den Leistungen ihres bisheri­gen Ener­gie­versor­gers zufrieden. Klaus Müller, Vorstand der Verbrau­cher­zentrale NRW, freut sich über die "bemerkenswert hohe Beteiligung" der Volks­vertreter an der Aktion.

"Wechsel führt zu mehr Wettbewerb und günstigeren Preisen"

Marie-Luise Fasse, CDU, Vorsitzende des Umweltausschusses, emp­fiehlt den Stromanbieterwechsel, "weil eine scharfe Konkurrenz die zum Teil nicht mehr nachvollziehbaren, hohen Preise – bei gleichem Leis­tungs­angebot – sicherlich drücken würde". Marc Jan Eumann, stellver­treten­der Fraktionsvorsitzender der SPD, würde wechseln, "weil ich die Anbieter von Ökostrom unter­stützen möchte." Christian Lindner, FDP-Generalsekretär, findet den Wechsel von Stromanbietern wichtig, "weil er den Wettbewerb auf dem Markt belebt und damit zu niedrigen Prei­sen bei besserer Qualität führt." Und Sylvia Löhrmann, Fraktionsvorsit­zende der Grünen, hat gewechselt, "weil dieser kleine Schritt ein Beitrag zum Klimaschutz ist und Druck auf die Energiekonzerne auslöst."

Mit der Kampagne "Strom. Jetzt wechseln. Jetzt sparen" wollen die Verbraucherverbände bundesweit mindestens eine Million Kunden zum Stromanbieterwechsel bewegen. "Wenn sich analog zu den Landtagsabgeordneten etwa die Hälfte der 8,4 Millionen Haushalte in Nordrhein-Westfalen über einen Stromanbieterwechsel Gedanken macht, haben wir ein großes Ziel erreicht", so Müller. Auch wenn nur fünf Prozent der Haushalte einen Wechsel vornehmen, hätte das Land "einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg der Kam­pagne geleistet."

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