NRW: Neuer Boom für Windenergie

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Windenergie ist in Nordrhein-Westfalen wieder auf Wachstumskurs. Als Binnenland ist NRW bereits heute das Windenergieland Nr. 1 in Deutschland. Das am 1. April in Kraft getretene Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) versetzt die Windenergiebranche in Euphorie. Produzenten und Anwender erwarten von dem neuen Gesetz einen nachhaltigen Wirtschaftsaufschwung. Bundesweit werden schon heute nach Angaben des IWR durch Anlagenbau und Dienstleistungen rund um regenerative Energietechnologien sieben Milliarden DM Umsatz erzielt und 28.000 Arbeitsplätze gesichert. Nordrhein-Westfalen hat bereits vor Jahren die Weichen für diese Entwicklung gestellt und profitiert jetzt von den glänzenden Zukunftsaussichten.


Seit vier Jahren unterstützt die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW erfolgversprechende Leitprojekte aus dem Bereich erneuerbare Energien. Ein Beispiel für das Engagement der Initiative ist die vor kurzem auf dem Windtestfeld Grevenbroich eingeweihte weltweit größte Serien-Windkraftanlage, die "N-80" von Borsig Energy. "Das Entwicklungsprojekt des Windrades mit 2,5 Megawatt Leistung hat ein Gesamtvolumen von fast 9 Millionen DM. Daran haben sich das Land NRW im Rahmen der Landesinitiative Zukunftsenergien und die Europäische Union mit insgesamt 25 Prozent beteiligt," erläutert Geschäftsführer Dr. Frank-Michael Baumann die Zusammenarbeit der Beteiligten. Dr. Norbert Allnoch, Leiter des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) in Münster sagte zum positiven Trend für die Windbranche: "Allein im vergangenen Jahr wurden in Deutschland knapp 1.700 (NRW: 122) Windanlagen mit einer Leistung von rund 1.600 (NRW: 97) Megawatt neu installiert. Insgesamt drehten sich 1999 knapp 7.900 (NRW: 970) Windräder mit einer Leistung von rund 4.400 (NRW: rund 420) MW; fast ein Drittel der weltweit installierten Leistung. Laut Untersuchung des IWR erzielen NRW-Firmen allein mit regenerativen Energietechnologien etwa 1,13 Milliarden DM Umsatz im Jahr. An der IWR-Untersuchung haben sich rund 400 Firmen beteiligt, die knapp 3.400 Arbeitsplätze in NRW sichern. Insgesamt beschäftigen sich 1.100 Firmen direkt oder indirekt mit regenerativen Energietechnologien in NRW."


Die Kooperationen im Bereich erneuerbare Energien zwischen der Wissenschaft, den Herstellern und Nutzern haben sich für NRW zu einem wichtigen Standortfaktor entwickelt. Die Anstrengungen in der Forschung und Entwicklung bringen den Produzenten und Anwendern wirtschaftliche Vorteile. Dr. Baumann: "Schon heute liegt NRW an der Spitze beim Ausbau der Fotovoltaik, der Windkraftnutzung in den Binnenländern und der Stromerzeugung aus Biomasse. Für die Entwicklung und Markteinführung neuer Energietechnologien hat die Landesregierung in den vergangenen elf Jahren mehr als 800 Millionen DM aus dem REN-Programm für ca. 40.000 Förderprojekte aufgewendet. Die Landesförderung zog weitere Investitionen von rund vier Milliarden DM nach sich."

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