Startschuss

NRW-Minister Horstmann und Vesper eröffnen E-world in Essen

Dr. Axel Horstmann und Dr. Michael Vesper haben heute in den Messehallen Essen die Fachmesse "E-world" eröffnet. Tenor der beiden Politiker: NRW sei mittlerweile zum Klimaschutzland Nummer Eins avanciert. Noch bis Donnerstag zeigen über 360 Aussteller auf der E-world Präsenz.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Dr. Axel Horstmann, NRW-Minister für Verkehr, Energie und Landesplanung, und Dr. Michael Vesper, Minister für Stadtentwicklung, Wohnen, Kultur und Sport, haben heute die "E-world energy & water" in den Messehallen Essen eröffnet. Beide Politiker betonten, dass Nordrhein-Westfalen hinsichtlich der Entwicklung und Nutzung effizienter Energietechniken das Klimaschutzland Nummer Eins sei.

"Wir setzen in Nordrhein-Westfalen mit unserer zukunftsweisenden Energie- und Klimapolitik auf Innovationen und Energieeffizienz und wollen unsere Spitzenposition auch beim Klimaschutz weiter ausbauen. Dazu gehört ein ausgewogener Energiemix aus fossilen Energien wie Kohle, Erdgas und Erdöl sowie einem stetig steigenden Anteil erneuerbarer Energien", sagte Infrastrukturminister Horstmann. Nordrhein-Westfalen habe bei der Entwicklung und Nutzung effizienter Energietechniken eine führende Rolle. Horstmann weiter: "Für die fossilen wie für die erneuerbaren Energien gilt eines gemeinsam: Wir brauchen mehr Innovation. Wir müssen die Effizienz bei der Nutzung aller Energieträger steigern. Bei den fossilen Energien deshalb, weil sie endlich sind und deren Nutzung klimarelevant ist und bei den erneuerbaren, weil sie so schnell wie möglich wirtschaftlicher, konkurrenzfähiger und damit marktreif werden müssen".

"Wenn wir unsere Klimaschutzziele erreichen wollen, müssen wir die effizienten Techniken, über die wir schließlich schon verfügen, auch einsetzen", schloss sich Dr. Michael Vesper an. Dazu würden sich ausgezeichnete Möglichkeiten bieten, etwa bei der Nutzung der Sonnenenergie zur Strom- und Wärmeerzeugung sowie beim Einsatz moderner Steuerungs- und Anwendungstechniken in der Gebäudeversorgung. Seit 1987 habe die Landesregierung für die Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Markteinführung neuer Energietechniken rund 600 Millionen Euro für mehr als 50.000 Förderprojekte aufgewendet. "Mit der Landesförderung konnten wir weitere Investitionen von fast drei Milliarden Euro initiieren, also rund fünf Euro private Investition für jeden Fördereuro", unterstrich der Politiker.

Wolle man im Jahr 2010 mehr als zwölf Prozent des Strombedarfs in Deutschland durch erneuerbare Energien decken, so böten sich gerade für Unternehmen aus NRW auf diesem Markt hervorragende Chancen. Ein hohes Entwicklungspotenzial hätten dabei neben der Bennstoffzellentechnologie auch die Wasserstofftechnologie, die verstärkte Nutzung der Sonnenenergie sowie die Biomassenutzung.

Die E-world

Die heute eröffnete dreitägige internationale Leitmesse für Energietechnik "E-world energy & water" umfasst mehr als 360 Aussteller, die Informationen zu allen Bereichen der Energieversorgung bieten. In dem wachsenden Markt der Energieleistungen nehmen auch die erneuerbaren Energien einen immer größer werdenden Anteil ein. In NRW allein sind nach Schätzungen im Bereich der erneuerbaren Energien bei etwa 2.100 Firmen rund 15.000 Arbeitnehmer tätig.

Auf der Messe ist auch das Land prominent vertreten. Drei Tage lang zeigt die Landesinitiative Zukunftsenergien auf dem 400 qm großen NRW-Stand in Halle 1 D-219 innovative Technologien. Dazu gehören unter anderem moderne Kraftwerkstechnologien, 34 Solarsiedlungsprojekte, der Weltmarktführer bei LED-Taschenlampen und die Erdwärmenutzung mit Wärmepumpen. Das Energieberatungsmobil der Energieagentur NRW ergänzt das umfassende Informationsangebot für Endverbraucher, Handwerker und Unternehmen.

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