Versorgungstechnik

NRW-Leitprojekt: Informationszentrum zum energiesparenden Bauen

Die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW hat das "Paul Schnitker-Haus" zu ihrem 44. Leitprojekt ernannt. Das Demonstrationszentrum gibt Informationen für Architekten, Bauherren und Handwerker über Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen, solares und energiesparendes Bauen sowie die Haus-Versorgungstechnik.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - Das "Paul Schnitker-Haus - Demonstrationszentrum Bau und Energie" der Handwerkskammer Münster wurde kürzlich zum 44. Leitprojekt der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW ernannt und steht damit in einer Reihe mit Projekten wie der Solarfabrik Gelsenkirchen, der Akademie Mont Cenis in Herne oder den "50 Solarsiedlungen in NRW". Das Demonstrationszentrum informiert Architekten, Bauherren und Handwerker an anschaulichen Beispielen über nachhaltiges Bauen. Schwerpunkte sind dabei das Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen sowie solares und energiesparende Bauen und die Haus-Versorgungstechnik.

Auf knapp 600 Quadratmetern wird die unterschiedliche Nutzung erneuerbarer Energien in Verbindung mit Baumaterialien und Konstruktionen demonstriert. Mehr als 500 Messfühler des Fraunhofer Institutes für Bauphysik machen die Funktion der Gebäude und den erheblich reduzierten Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Bauweisen deutlich und praktisch erfahrbar. Das Zentrum wurde in nur 19 Monaten fertig gestellt, die Baukosten von fast sechs Millionen Euro wurden zu 75 Prozent durch acht Institutionen aus Bund und Land gefördert.

"In diesem Demonstrationszentrum wird Bildung über die Hand vermittelt. Greifen und Begreifen spielen eine immens wichtige Rolle bei Entscheidungen über Baumaterialien. So wird die Kommunikation zwischen allen Zielgruppen rund ums nachhaltige, energiesparende und hochqualitative Bauen verbessert", erklärt Projektkoordinator Dr. Andreas Müller vom Institut für Umweltschutz der Handwerkskammer Münster. "Mit der praxisnahen Darstellung können sich Planer und Handwerker unmittelbar ihren Eindruck verschaffen und eine gemeinsame Entscheidung über Material, Ausstattung und Qualität treffen." Das spare Zeit und Geld, nütze der Umwelt und fördere den Klimaschutz, bei Neubauten und vor allem bei Sanierungen oder Renovierungen. "Darüber hinaus zeigen wir hier Ansätze für Komplettlösungen durch die direkte Vernetzung aller Baubeteiligten und für altersgerechtes Bauen", so Müller weiter.

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