Klimaschutzstrategie

NRW-Landeskabinett beruft Experten in Klimarat

Ein sogenannter Energie- und Klimarat mit Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Institutionen soll zukünftig die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen bei der Umsetzung ihrer Energie- und Klimaschutzstrategie beraten. Dies beschloss das Landeskabinett am Dienstag in Düsseldorf.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Aufgabe des Gremiums ist es, die Umsetzung der Energie- und Klimaschutzstrategie zu überprüfen, das Erreichen der gesteckten Ziele zu überwachen und gegebenenfalls eigene Verbesserungsvorschläge für diesen Prozess zu erarbeiten.

Im Frühjahr hatte die CDU/FDP-Landesregierung ihre Ziele für den Klimaschutz formuliert. Die energiebedingten Kohlendioxid-Emissionen sollen demnach bis zum Jahr 2020 um 81 Millionen Tonnen gegenüber 2005 gesenkt werden. Damit soll die in NRW angestrebte Reduktion des Treibhausgases rund 44 Prozent des von der Bundesregierung bis 2020 vorgesehenen Einsparpotenzials erreichen.

Mitglieder des Expertengremiums zur Überwachung dieser Ziele sind unter anderem der Bonner Solarunternehmer Frank Asbeck, der Vorsitzende der RAG-Stiftung, Wilhelm Bonse-Geuking, und der Chef der NRW-Verbraucherzentrale, der frühere Grünen-Umweltminister von Schleswig-Holstein, Klaus Müller.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromnetz Ausbau

    Forderung: Ausbau der Bioenergienutzung neu justieren

    Der Ausbau der Bioenergie sollte sich nach Einschätzung von Experten stärker an Kriterien der Wirtschaftlichkeit orientieren und der Ernährungssicherung Priorität einräumen. Die vom Expertengremium empfohlene Korrektur betrifft insbesondere die Importe von Agrarrohstoffen sowie den Aspekt des Klimaschutzes.

  • Hochspannungsmasten

    Unterirdische CO2-Speicherung scheitert im Bundesrat

    Die Bundesländer haben die geplante unterirdische Speicherung von Kohlendioxid gestoppt. Die Länder verweigerten am Freitag ihre Zustimmung einem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur so genannten CCS-Technik, mit der CO2 aus Kohlekraftwerken abgeschieden und in mehreren hundert Metern Tiefe verpresst werden soll.

  • Stromtarife

    NRW setzt Gebäude-Check und Startberatung fort

    Entgegen anderslautender Pläne der Vorgängerregierung wird das Land Nordrhein-Westfalen den Gebäude-Check Energie und auch die Startberatung Energie weiterhin fördern. Dies senke die Energiekosten privater Haushalte und sei ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz, begründete die Wirtschaftsministerin.

  • Stromtarife

    NRW: Gesetzliche Anreize für Kraftwerkserneuerung

    Mehr als 13,8 Millionen Tonnen Kohlendioxid (C02) sollen mit der Umsetzung des Kraftwerkserneuerungsprogramms in Nordrhein-Westfalen (NRW) bis 2012 jährlich eingespart werden. Diese Zahlen ergeben sich aus Berechnungen des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie.

  • Hochspannungsmasten

    Sachverständige fordern harten Kurs beim Klimaschutz

    Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) warnt die neue Bundesregierung, Forderungen aus der Wirtschaft nach einer weniger strikten Klimapolitik nachzugeben. Deutschland müsse seine Vorreiterrolle im Klimaschutz beibehalten, forderte SRU-Mitglied Martin Jänicke in Berlin.

Top