Exportchancen ausloten

NRW kündigt neue Wege bei Förderung alternativer Energien an

Nordrhein-Westfalen will bei der Förderung erneuerbarer Energien künftig mehr die Exportchancen im Auge behalten. Das kündigte Wirtschaftsministerin Thoben gestern an. Ein in Auftrag gegebenes Gutachten soll als "solide Datenbasis" für ein Konzept der Landesregierung dienen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) will die Förderung regenerativer Energien in Zukunft verstärkt an deren Exportchancen ausrichten. Die energiewirtschaftliche Bedeutung für das Land sei in der Vergangenheit oftmals zu hoch bewertet worden, sagte Thoben in Düsseldorf. Wichtiger für das Land sei die industriepolitische Bedeutung dieses Wirtschaftssektors. "Wir müssen wesentlich präziser als bisher die Exportchancen der Branche ermitteln und fördern", sagte sie.

Das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster soll daher eine Studie über NRW als Standort für alternative Energietechniken und wissenschaftliche Forschungsaktivitäten erarbeiten. Dieses Gutachten solle als "solide Datenbasis" für ein Konzept der Landesregierung zur weiteren Förderung der Branche dienen, erläuterte Thoben.

Von allen Teilsparten der alternativen Energien sind laut einer aktuellen Studie des IWR bei der Windenergietechnik die stärksten Exportaktivitäten zu verzeichnen. Der Weltmarktanteil der NRW-Branche betrage rund 50 Prozent, die Exportquote liegt bei 60 Prozent. Auf dem NRW-Markt wurde hingegen im vergangenen Jahr ein Minus verzeichnet.

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