Europawahl

NRW-CDU wirbt im Wahlkampf für Atomkraft

Die nordrhein-westfälische CDU wirbt vor der Europawahl am 7. Juni für eine friedliche Nutzung der Atomkraft. "Wir setzen uns für einen Energiemix und die Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke ein", sagte NRW-CDU-Spitzenkandidat Elmar Brok am Dienstag in Düsseldorf.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/red) - Für die nächsten 40 Jahre sei die Atomkraft als "Brückentechnologie" auch aus Klimaschutzgründen weiter notwendig. Danach seien neue technische Lösungen wie die Kernfusion denkbar. Brok kritisierte den Atomausstiegs-Beschluss der alten rot-grünen Bundesregierung. In Europa sei Deutschland damit isoliert.

SPD erinnert an ungelöste Entsorgungsprobleme

Die SPD warf der CDU eine "Politik von gestern" vor. "NRW war mit guten Gründen Vorreiter beim Atomausstieg. Atomkraft hat sich als nicht beherrschbar erwiesen und birgt ungelöste Entsorgungsprobleme", sagte SPD-Generalsekretär Michael Groschek. Nötig sei der Ausbau der erneuerbaren Energien. 1994 hatte die damalige SPD-Landesregierung die Stilllegung des einzigen NRW-Atomkraftwerks in Würgassen (Kreis Höxter) beschlossen.

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