Bessere Jobchancen

NRW bildet Spezialisten im Solarbereich aus

Die Weiterbildungsmaßnahme zum "Solarteur" biete arbeitslosen Fachkräften verschiedener Bereiche bessere Berufschancen, sie sollten Unternehmen beim Aufbau und der Betreuung von Solar- und Windenergieanlagen helfen. Laut der Landesinitiative Zukunftsenergien werden solche Spezialisten dringend benötigt.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Mittlerweile haben mehr als 110 bisher arbeitslose Fachkräfte die NRW-Weiterbildungsmaßnahmen zum EU-weit anerkannten "Solarteur" bestanden. Rund 70 Prozent von ihnen konnten rasch wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden. Die von der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW zum Leitprojekt ernannte Maßnahme bildet zur Zeit zum sechsten mal Facharbeiter und Meister aus den Bereichen Bau, Elektro, Metall und Sanitär zu Spezialisten im Solarbereich aus.

Ein Jahr lang werden im Handwerkskammer Bildungszentrum Münster, im Wissenschaftspark Gelsenkirchen und im Innovationszentrum Wiesenbusch Gladbeck Fachkenntnisse vermittelt. Dabei geht es vor allem um die Bereiche Energiesparen, Installierung und Wartung von regenerativen Energieanlagen sowie EDV und Betriebswirtschaft. Die neuen Experten sollen damit kleine und mittlere Unternehmen beim Aufbau und der Betreuung von Solar- und Windenergieanlagen unterstützen. Die Solarteur-Lehrgänge werden vom Institut für Umweltschutz und der Handwerkskammer Münster durchgeführt und auch berufsbegleitend angeboten. Ansprechpartner dafür ist Dr. Andreas Müller, Telefon: 0251-7051311.

In Nordrhein Westfalen erzielten 2002 allein im Bereich erneuerbarer Energien rund 15.000 Arbeitnehmer bei etwa 2.100 Firmen einen Umsatz von rund 3 Milliarden Euro. Bundesweit wurden in 2001 mit erneuerbaren Energien 8,2 Milliarden Euro Umsatz erzielt und 130.000 Arbeitsplätze gesichert.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Energieversorung

    NRW: Zuwächse bei Anlagen für erneuerbare Energien

    Die Industrie in NRW hat im vergangenen Jahr hohe Zuwächse bei Produktion und Wartung von Anlagen für erneuerbare Energien verzeichnet. Die Umsätze der 3200 erfassten Firmen der Branche stiegen 2007 im Vergleich zu 2006 um 14,5 Prozent auf rund 5,5 Milliarden Euro, wie das Wirtschaftsministerium unter Verweis auf eine aktuelle Studie mitteilte.

  • Stromtarife

    EU-Klimabeschlüsse stoßen in Deutschland auf heftige Kritik

    Die EU-Klimabeschlüsse sind in Deutschland auf heftige Kritik gestoßen. Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn bezeichnete die Vereinbarung als "Kniefall vor der Industrie". Die SPD-Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan warf Merkel Rückschritte in der Klimapolitik vor.

  • Hochspannungsleitung

    Bundespräsident eröffnet "Woche der Umwelt"

    Unter dem Motto "Energie für nachhaltige Entwicklung" findet vom 2. bis zum 5. Juni im Garten der Villa Hammerschmidt in Bonn die zweite "Woche der Umwelt" statt. 50 Aussteller präsentieren ihre Produkte, zudem finden Gesprächsforen statt. Bis zu 10.000 Besucher werden erwartet.

  • Stromtarife

    Greenpeace-Aktivisten protestieren auf Schaufelradbagger

    50 Greenpeace-Aktivisten protestieren seit heute morgen in der Tagebaugrube Hambach bei Morschenich. 25 Umweltschützer sind dabei auf einen 96 Meter hohen Schaufelradbagger geklettert und haben ebenda ein Transparent mit der Aufschrift "Coal kills the climate!" befestigt. Ihr Aufruf: Der Kraftwerksbetreiber RWE soll in erneuerbare Energien investieren.

  • Stromnetz Ausbau

    Jobmesse: Jobmotor enerneuerbare Energien

    Im Mittelpunkt der Jobmesse am 2. und 3. Juni in der Bonner Beethovenhalle stehen vom Wissenschaftsladen Bonn moderierte Kontakte zwischen Arbeitgebern, Interessenten, potenziellen Arbeitnehmern und Bildungseinrichtungen. Rund 50 Unternehmen und Bildungseinrichtungen können sich den Messebesuchern vorstellen.

Top