40 Prozent der Anteile

NOS ASA wird Aktionär bei der Clearing Bank

Die Clearing Bank Hannover wickelt die Geschäfte für die Leipzig Power Exchange ab. Jetzt hat sich das norwegische Clearinghaus NOS ASA beteiligt, damit auch der außerbörsliche Handel, beispielsweise mit Wetterderivaten, weiter voran getrieben werden kann.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Clearing Bank Hannover AG, bisher als Clearinghaus für die Warenterminbörse Hannover (WTB) vorwiegend für den Agrarbereich tätig, erweitert ihre Palette um den Strombereich. In diesem Zusammenhang konnte als neuer Gesellschafter die NOS ASA, Oslo, das norwegische Clearinghaus für Finanz- und Stromderivate, gewonnen werden.

Als Clearinghaus für die Strombörse in Leipzig, LPX, strebt die Clearing Bank eine führende Position in Europa an. Die Chancen sollen durch Kooperation mit den Norwegern, die für den weltweit größten Markt für Stromderivate verantwortlich zeichnen, erhöht werden. "Wir stehen am Anfang einer enormen Entwicklung des Marktes", betont Dr. Udo Ziegenhorn, Vorstandsvorsitzender der Clearing Bank. "Hierbei kommt auch dem außerbörslichen Handel eine große Bedeutung zu. Der Markt dieser bilateralen Geschäfte in Deutschland beläuft sich in diesem Jahr auf schätzungsweise 2000 Terawattstunden, das ist das Vierfache der physischen Produktion. Die Absicherung des Kontrahentenrisikos durch professionelles Clearing ist der dringlichste Wunsch der Marktteilnehmer."

NOS erwirbt im Wege der Kapitalerhöhung 40 Prozent an der Clearing Bank. Mit jeweils 20 Prozent bleiben die bisherigen Gesellschafter Commerzbank, NORD/LB und Vereins- und Westbank insgesamt mehrheitlich beteiligt.

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