Hoffnung

Norsk Hydro will Stromangebot prüfen

Vielleicht gibt es noch Hoffnung für die Beschäftigten des von der Teilschließung bedrohten Hamburger Aluminium-Werkes. Unternehmensangaben zufolge prüft Norsk Hydro Deutschland ob das am Donnerstag vorgelegte Strompreis-Angebot der HEW/Vattenfall eine tragfähige Basis für die Wiederaufnahme von Verhandlungen ist.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Hamburg (ddp-nrd/sm) - Für die Beschäftigten des von der Teilschließung bedrohten Hamburger Aluminium-Werkes gibt es möglicherweise wieder Hoffnung. Derzeit werde geprüft, ob das am Donnerstag vorgelegte Strompreis-Angebot der HEW/Vattenfall eine tragfähige Basis für die Wiederaufnahme von Verhandlungen sei, sagte der Sprecher von Norsk Hydro Deutschland, Michael Peter Steffen, auf ddp-Anfrage.

Der Energiekonzern Norsk Hydro hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, die Aluminium-Hütte im niedersächsischen Stade wegen zu hoher Energiepreise bis spätestens Ende 2006 stilllegen zu wollen. Gestern dann beschlossen die Eigner die Schließung großer Teile des Werkes zum Jahresende. Sollten sich die wirtschaftlichen Bedingungen "deutlich verbessern", werde jedoch die Schließung der Schmelzhütte und der Anodenfabrik rückgängig gemacht. Nähere Einzelheiten sollen heute Vormittag bekannt gegeben werden.

Der norwegische Konzern Norsk Hydro hatte in der vergangenen Woche zudem angekündigt, sein Aluminium-Werk im niedersächsischen Stade spätestens Ende 2006 schließen zu wollen. Dort sind 420 Mitarbeiter beschäftigt. Als Grund nannte das Unternehmen in beiden Fällen zu hohe Strompreise. Die Produktion soll künftig im nordrhein-westfälischen Neuss konzentriert werden.

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