Mitglied der "Climate Group"

Nordrhein-Westfalen bekennt sich zum Klimaschutz

Die nordrhein-westfälische Landesregierung ist seit Mittwoch förmliches Mitglied einer internationalen Allianz zum Klimaschutz. Den Beitritt zur sogenannten "Climate Group" unterzeichneten Landeswirtschaftsministerin Christa Thoben und Landesumweltminister Eckhard Uhlenberg (beide CDU) am Mittwoch in Düsseldorf.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/red) - "The Climate Group" ist den Angaben zufolge ein internationaler Zusammenschluss von Regionen und Unternehmen, die sich zu einer aktiven Klimapolitik bekennen. Grundlage ist die Montreal Deklaration, die bereits von 40 Regionen aus den USA, Europa, Kanada, Australien, Süd-Amerika und Afrika unterzeichnet wurde.

Gemeinsame Arbeit gegen Klimawandel

Die Deklaration erklärt den Klimawandel und seine Folgen als "dringendes globales Problem, das eine koordinierte, gemeinschaftliche Antwort zur Verringerung der Treibhausgase und zum Wohle gegenwärtiger und zukünftiger Generationen erfordert". Dabei wird die bedeutende Rolle der regionalen Regierungen als Handlungsebene hervorgehoben. Die Landesregierung hatte das Dokument bereits im März 2007 paraphiert und unterstreicht mit dem am Mittwoch vollzogenen Beitritt ihr aktives Engagement auf internationaler Ebene.

NRW will Biomasse stärker nutzen

Als Schwerpunktthemen, die in der Climate Group behandelt werden sollen, nannte Umweltminister Uhlenberg den Ausbau der Bioenergie sowie Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel. "Bis 2020 will die Landesregierung Strom- und Wärmeproduktion aus Biomasse auf fast 18 Milliarden Kilowattstunden verdoppeln", sagt der Minister. Damit könnten 20 Prozent des Strombedarfs und 10 Prozent des Wärmebedarfs der Privathaushalte Nordrhein-Westfalens abgedeckt werden.

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