Bilanz 03/04

Nordex baut Verluste weiter ab

Nordex kämpft weiter mit seiner angespannten Finanzlage: Der Hamburger Windanlagenhersteller konnte im vergangenen Geschäftsjahr seinen Verlust zwar verringern, schreibt aber mit einem Ergebnis von minus 25.5 Millionen Euro noch immer rote Zahlen. Positiv wirkte sich ein Kostensenkungsprogramm aus.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Hamburg (red) - Der Hamburger Windanlagenhersteller Nordex konnte im vergangenen Geschäftsjahr seinen Umsatz um knapp 13 Prozent auf 221,6 Millionen Euro steigern. Dabei sei das Geschäftsvolumen durch die angespannte Finanzlage des Unternehmens beeinträchtigt gewesen, heißt es im jetzt veröffentlichten Geschäftsberichts.

Um das Working Capital zu entlasten, habe Nordex weitgehend auf die Zwischenfinanzierung von Aufträgen verzichtet, was zu einer Umsatzverschiebung führte, heißt es in dem Bericht weiter. Zudem habe man, trotz eines um knapp 55 Prozent auf 230 Millionen Euro gestiegenen Auftragseingangs, aufgrund seiner schwachen Eigenkapitalbasis mehrere Großaufträge verloren. Dennoch betrug das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Sonderaufwendungen minus 25,5 Millionen Euro (Vorjahr: minus 63,2 Millionen Euro). Grund für diese positive Entwicklung sei ein Kostensenkungsprogramm, in dessen Folge u.a. Materialquote und der Personalaufwand sank.

Wegen der um drei Monate später als ursprünglich erwarteten Umsetzung der Rekapitalisierung geht das Management nun von einem unterdurchschnittlichen ersten Quartal des Geschäftsjahres 2005 aus. Insgesamt sollen im Geschäftsjahr ein Auftragseingang von mindestens 300 Millionen Euro und ein Umsatz von 270 bis 280 Millionen Euro erreicht werden. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Sonderaufwendungen soll abhängig vom Umsatzvolumen minus zwei Millionen Euro bis ausgeglichen sein. Im Jahr 2006 ist erstmals wieder ein Jahresüberschuss geplant.

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