Im Binnenland

Nordex baut ersten Windpark auf 100 Meter Stahlrohrtürmen

"Wer im Binnenland optimale Erträge erwirtschaften will, muss hoch hinaus. Deshalb bieten wir unsere Großanlagen auf über 100 Meter hohen Türmen an", erläutert Carsten Pedersen, Vertriebsvorstand beim Windanlagenhersteller Nordex die neuen Entwicklungen. Nur bei solchen Turbinen stünden die Mehrkosten in einem wirtschaftlichen Verhältnis zum Ertrag.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Jüngstes Beispiel ist der erste N80-Windpark auf 100 Meter Stahlrohrtürmen. Bislang hat Nordex seine 2,5 Megawatt-Anlage auf 60 oder 80 Meter Türmen gebaut. Im Windpark Zilsdorf liege der Vorteil durch die Bauhöhe jedoch auf der Hand: In 80 Meter Nabenhöhe liegt die durchschnittliche Windgeschwindigkeit bei 6,6 Metern pro Sekunde, 20 Meter höher sind es bereits 7 Meter pro Sekunde. Auf das Jahr gerechnet bedeute das einen Ertragsgewinn von knapp sechs Prozent. Aber auch die Windqualität steigt in höheren Regionen. Pedersen: "In Zilsdorf konnten wir die Rotorfläche auf diesem Weg aus der Turbulenzzone bringen". Die Verwirbelungseffekte durch Bodenhindernisse sind im Höhenbereich zwischen 60 und 140 Meter um 25 Prozent geringer als 20 Meter tiefer. Die so genannte laminare Anströmung des Windes führt zu einem geringeren Verschleiß der Anlage und längeren Betriebszeiten.

Bevor die Anlagen in der Eifel bei Trier errichtet werden konnten, musste Nordex jedoch einige technische Herausforderungen lösen. Vier von sechs Segmenten sind zylindrisch gefertigt. So konnten durch die Verwendung weitgehend identischer Flansche und durch einen geringeren Aufwand beim Zuschnitt Kosten gespart werden.

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