Gemeinsames Know-how

Norddeutsche Länder planen Zusammenarbeit bei Windenergieforschung

Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen wollen bei der Windenergieforschung enger zusammenarbeiten. Durch eine zielgerichtete Zusammenarbeit bei der Technologieforschung soll die norddeutsche Forschung international wettbewerbsfähiger werden.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Schwerin (ddp-nrd/red) - Die fünf norddeutschen Wissenschaftsminister wollen künftig bei der Windenergieforschung enger zusammenarbeiten. Darauf einigten sich die Ressortchefs der Länder am Mittwoch in Schwerin. Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsminister Henry Tesch (CDU) kündigte eine Strukturanalyse der norddeutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen an, auf welchen Gebieten eine Kooperation sinnvoll sei. Erste Ergebnisse sollen bis Frühjahr 2010 vorliegen.

In Norddeutschland sei in den vergangenen Jahren ein enormes Know-how im Bereich Windenergie entwickelt worden, sagte Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU). Die Technologieforschung solle nun durch eine zielgerichtete Zusammenarbeit ausgebaut werden.

Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft

Zudem sind den Länderressortchefs zufolge verstärkte Kooperationen von Wissenschaft und regionaler Wirtschaft angedacht. Auch die Ausbildung von auf Windkraft spezialisierten Ingenieuren soll länderübergreifend vorangetrieben werden.

Durch enge Absprachen soll die norddeutsche Forschung europaweit und international wettbewerbsfähiger gemacht werden, betonten die Minister. Auch gehe es darum, bei der Forschung mit den süddeutschen Bundesländern mithalten zu können.

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