Sparquote

Niedrigzinsen halten Deutsche nicht vom Sparen ab

Die Deutschen trotzen der Niedrigzinsphase, denn in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres wurde ähnlich viel gespart wie in den Jahren zuvor. In die Lebensversicherungen wurde sogar mehr eingezahlt.

ErspartesTrotz Niedrigzinsphase legen die Deutschen weiter Geld an.© cirquedesprit / Fotolia.com

Berlin - Trotz der Niedrigzinsphase legen die Bundesbürger regelmäßig Geld beiseite. Die Sparquote - also das Verhältnis von verfügbaren Einkommen und Erspartem - lag im ersten Halbjahr 2016 saisonbereinigt bei 9,7 Prozent, teilt der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) mit. Im Vergleich zu den Vorjahren bleibt die Sparquote demnach stabil - sie lag knapp unter dem langjährigen 10-Jahresschnitt.

Geldvermögen stieg um über 200 Milliarden

Insgesamt ist das Geldvermögen der Bundesbürger im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 242 Milliarden Euro gestiegen, berichtet der BVR. Es lag Ende 2015 bei rund 5,5 Billionen Euro. Dabei verzeichneten Bankeinlagen im Jahr 2015 einen Zufluss in Höhe von 86,6 Milliarden Euro. Derzeit haben sie einen Anteil von 39 Prozent am gesamten Geldvermögen.

Deutsche zahlten mehr in Lebensversicherungen ein

Vergleichbar hoch liegt das Versicherungsvermögen derzeit - ihr Anteil am gesamten Geldvermögen liegt derzeit bei 38 Prozent. Bei den Lebensversicherungen zahlten sie pro Kopf im vergangenen Jahr durchschnittlich 1.141 Euro in ihre Policen ein, knapp sieben Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus Zahlen der Versicherer hervorgeht. Der Durchschnitt in den 34 Mitgliedsländern des europäischen Branchenverbands liegt bei 1.223 Euro. Bei der Gesamthöhe der Prämien über alle Versicherungsarten hinweg lägen die Deutschen mit 2.387 Euro in Europa im oberen Mittelfeld, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft am Donnerstag in Berlin mit. So geben sie relativ viel für die Autoversicherung und die private Krankenversicherung aus.

Im Bereich der Wertpapiere gab es im Jahr 2015 einen Zufluss von 31,9 Milliarden Euro. Insgesamt macht deren Anteil derzeit 23 Prozent des Geldvermögens der Bundesbürger aus.

Quelle: DPA

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