Eigenschaften des Objekts

Niedrige Temperaturen - hohe Heizrechnung: Energiepass senkt Kosten

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die schnelle Einführung von Energiepässen für Wohnungen und Häuser gefordert. Wenn diese bis zum Jahresende gesetzlich vorgeschrieben seien, ließen sich bereits im nächsten Winter Heizkosten sparen.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Derzeit würden pro Quadratmeter Wohnfläche durchschnittlich 200 Kilowattstunden Energie für Heizung und Warmwasser benötigt, bemängelt der BUND. Ohne die Wohnqualität zu beeinträchtigen, könne der Bedarf mit entsprechenden Dämm- und Sparmaßnahmen auf etwa 30 Kilowattstunden gesenkt werden. Die Einführung von Energiepässen sei ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Die derzeit laufende Novellierung des Energieeinspargesetzes müsse dafür die Voraussetzungen liefern, forderte der BUND.

BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm: "Mieter, Haus- und Wohnungseigentümer wissen zwar durch die Rechnung, wie teuer ihr Energieverbrauch ist. Was sie nicht wissen ist, wie diese Kosten genau entstehen und wie sie optimal gesenkt werden können. Bei Neuvermietungen oder Eigentümerwechsel kann der Energiepass hier künftig Abhilfe schaffen. Er liefert wichtige Informationen zum Energiebedarf der Immobilie und zur Qualität der Gebäudedämmung. Nur so bekommen Mieter und Käufer die Chance mit Energiesparmaßnahmen unnötig hohe Heizkosten zu vermeiden."

Dabei hält der BUND Angaben zum Energieverbrauch früherer Nutzer der Immobilie nicht für ausreichend. Die Wohnbedürfnisse und Heizgewohnheiten verschiedener Bewohner seien sehr unterschiedlich. Aussagekräftiger seien die energetischen Eigenschaften des Objektes unabhängig von seinen Nutzern und deren Gewohnheiten. Sie ließen sich im Energiebedarf besser ausdrücken. Der BUND befürwortet deshalb eine Kombination beider Angaben. Der Energiepass müsse zudem Informationen über Fördermöglichkeiten zur Gebäudedämmung enthalten.

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