Keine Gefahr

Niedersächsisches Umweltministerium lehnt Antrag auf Stilllegung von Gorleben ab

Anfang November hat Greenpeace beantragt, das niedersächsische Transportbehälterlager Gorleben wegen zu hoher Gefahren stillzulegen. Diesen Antrag hat das niedersächsische Umweltministerium heute abgelehnt. Begründung: Es gibt keine konkrete Gefährdung.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Das Niedersächsische Umweltministerium hat heute einen Antrag auf einstweilige Stilllegung des Transportbehälterlagers (TBL) in Gorleben abgelehnt, der von Greenpeace und einem Anwohner aus Gorleben am 2. November eingereicht worden war. Damit hat sich das Umweltministerium der bereits - vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sowie den Polizeibehörden des Bundes und der Länder - vertretenen Auffassung angeschlossen, wonach keine konkreten Gefährdungstatbestände in Hinblick auf kerntechnische Lagereinrichtungen in Deutschland vorliegen.

In der Begründung der Entscheidung verweist das Niedersächsische Umweltministerium darauf, dass nach derzeitigem Erkenntnisstand weder die zwischenzeitlich eingeschalteten Sachverständigengremien, noch die für Transport- und Behälterfragen zuständigen Bundesbehörden von einer bedeutsamen Veränderung der bisherigen Bewertungsergebnisse ausgehen: Danach sind die verwendeten Transport- und Lagerbehälter vom Typ Castor ausreichend sicher. Die insbesondere von Greenpeace vorgetragene Begründung - die Möglichkeit terroristischer Angriffe wie in den USA müsse angesichts fehlender Sicherheit von Zwischenlagern gegen Flugzeugabstürze zu deren Genehmigungswiderruf, bzw. zu vorübergehenden Stilllegung führen - wurde unter dem Hinweis auf die Behältersicherheit sowie der einhelligen Auffassung der Sicherheitsbehörden, dass in Deutschland keine Anhaltspunkte für Angriffe auf kerntechnische Einrichtungen vorliegen, abgewiesen.

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