Förderung wird weitergeführt

Niedersachsen will Brennstoffzellen-Entwicklung weiter vorantreiben

Eine erfolgreiche Bilanz der vor einem Jahr gestarteten "Landesinitiative Brennstoffzellen Niedersachsen" zogen Umweltminister Hans-Heinrich Sander und Wirtschaftsminister Walter Hirche gestern auf der Hannover Messe. Sie kündigten gleichzeitig an, die Weiterentwicklung auch in den nächsten zwei Jahren zu fördern.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (ddp-nrd/sm) - Ein Jahr nach Start der "Landesinitiative Brennstoffzellen Niedersachsen" sieht die Landesregierung immer noch Nachholbedarf in der Weiterentwicklung der Technologie. "Bereits im ersten Jahr hat das Land sieben Brennstoffzellenprodukte mit etwa 2,7 Millionen Euro gefördert", erklärten Umweltminister Hans-Heinrich Sander und Wirtschaftsminister Walter Hirche (beide FDP) gestern auf der Hannover Messe.

Derzeit fehle vor allem den mittelständischen Unternehmen das notwendige Kapital, um Investitionen in Zukunftstechnologien voranzutreiben. Bisher beteiligten sich 20 niedersächsische Unternehmen und Institute an der Initiative.

Auch in den kommenden zwei Jahren, die noch für die Initiative angelegt sind, will das Land in die Weiterentwicklung der Brennstoffzelle als Lieferant von Strom und Wärme investieren. Für Forschungs- und Kooperationsprojekte stünden noch knapp sieben Millionen Euro aus laufenden Förderprogrammen von Wirtschafts- und Umweltministerium bereit.

Das Funktionsprinzip der Brennstoffzelle war bereits 1839 bekannt. Erst vor 40 Jahren wurde es für die Energieversorgung in der Raumfahrt wiederentdeckt. Es beruht auf der gezielten Zusammenführung von Wasserstoff und Sauerstoff. Der erste Prototyp für die Strom- und Wärmeerzeugung im Haushalt wurde 1991 entwickelt. Ab 2001 begannen so genannte Feldtests, die noch immer laufen, um die Geräte zu optimieren.

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