Biomasse

Niedersachsen-CDU für verstärkten Einsatz nachwachsender Rohstoffe/ Start in Jühnde

Die CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag setzt sich für den verstärkten Einsatz nachwachsender Rohstoffe bei öffentlichen Bauvorhaben in Kommunen ein. Im südniedersächsischen Jühnde wird ab heute eine Bioenergieanlage ein ganzes Dorf mit Wärme versorgen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Hannover (ddp/sm)- Angesichts der immer weiter steigenden Energiekosten böten Heizungsanlagen etwa auf Biogasbasis oft zuverlässige und günstige Alternativen, sagte der agrarpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Clemens Große Macke, am Dienstag in Hannover. Gerade große Anlagen zum Heizen von Schwimmbädern, Schulen oder Verwaltungsgebäuden seien dafür geeignet.

"Unsere heimischen Landwirte können problemlos ganzjährig die notwendigen Rohstoffe liefern, und unsere Handwerker können solche Anlagen bauen und warten. Wirtschaftskraft und Geld bleibt in der Region, und allen ist gedient", erläuterte der CDU-Politiker. Jetzt gehe es darum, die Möglichkeiten einer heimischen Energieerzeugung den politisch Verantwortlichen in den Kreis- und Rathäusern bewusst zu machen. Hier seien auch die Landwirte gefordert, die in ihrer Umgebung Überzeugungsarbeit leisten müssten."

Rechtzeitig zur Heizperiode 2005/2006 wird heute die Bioenergieanlage in Jühnde ihre Funktion aufnehmen und alle Haushalte mit Wärme versorgen. Ein ganzes Dorf stellt seine Energieversorgung auf der Basis von Biomasse um und will neue Wege gehen. Im Rahmen des Projektes "Bioenergiedorf" soll die komplette Versorgung mit Strom und Wärme auf den Energieträger Biomasse umzustellen. Für die Gewinnung von Strom und Wärme soll ein mit Biogas betriebenes Blockheizkraftwerk eingesetzt werden. Für den zusätzlichen Wärmebedarf im Winter bietet sich ein mit Holzhackschnitzel betriebenes Heizwerk an. Das Projekt wird vom Interdisziplinären Zentrum für nachhaltige Entwicklung der Georg-August-Universität Göttingen wissenschaftlich begleitet und ist in dieser Form einmalig in Deutschland.

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