Blick über den Zaun

Niederösterreichs Ärzte behandeln mit "sauberem" Verbund-Strom

Die Verbund Stromvertriebsgesellschaft m.b.H. und die RWA Wasserkraft GmbH unterzeichneten gemeinsam mit dem Österreichischen Energiekonsumenten-Verband (ÖEKV) eine Rahmenvereinbarung zum niederösterreichischen Ärztekammer-Strompool.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Sauberer Strom aus Wasserkraft wird in Zukunft im Spiel sein, wenn es um die Gesundheit der Niederösterreicher geht. Ärzte in Niederösterreich können ab dem 1. Oktober dieses Jahres sowohl für ihre Ordinationen als auch für ihre Haushalte sauberen Strom von Verbund und Raiffeisen Wasserkraft beziehen. Die Rahmenvereinbarung zwischen dem Initiator Österreichischer Energiekonsumenten-Verband (ÖEKV), der Ärztekammer NÖ, der Verbund Stromvertriebsgesellschaft m.b.H. und der RWA Wasserkraft GmbH wurde dieser Tage unterzeichnet.

Im Mai dieses Jahres verhandelte der ÖEKV im Auftrag der NÖ Ärztekammer mit österreichischen Energieanbietern über eine mögliche Belieferung von niederösterreichischen Ärzten mit Strom aus erneuerbarer Energie. Die Verbund Stromvertriebsgesellschaft m.b.H. und die RWA Wasserkraft GmbH erhielten mit ihrem Konsortialangebot dabei den Zuschlag.

Ausschlaggebend für die Entscheidung war neben dem attraktiven Preis die Sicherheit, ausschließlich sauberen Strom aus 100 Prozent Wasserkraft zu beziehen, wofür schließlich auch das TÜV-Zertifikat garantiert, sowie die unbürokratische und kostenlose Abwicklung des Versorgerwechsels.

Niederösterreichs Ärzte können ab dem Zeitpunkt der vollständigen Strommarktöffnung am 1. Oktober dieses Jahres ihren gesamten Strombedarf - sowohl für Ihre Praxen als auch für Ihre Privathaushalte - über den NÖ Ärztekammer-Strompool beziehen.

Die niederösterreichische Ärztekammer hat über 5600 Mitglieder, von denen bereits jetzt ca. 600 Ärzte Strom vom Pool beziehen wollen. Der Wechsel zum sauberen Strom wird von der Verbund Stromvertriebsgesellschaft m.b.H. (für Abnehmer mit mehr als 100.000 kWh Jahresverbrauch) bzw. der RWA Wasserkraft GmbH (bis 100.000 kWh) einfach und unbürokratisch durchgeführt: Alle Formalitäten für den Kunden - Kündigung des alten Stromlieferungsvertrages und Verhandlungen über einen Netznutzungsvertrag - werden von den Stromgesellschaften übernommen. Und auch weiterhin gibt es nur eine Stromrechnung, die allerdings - wie vom Gesetz gefordert - den Netz- und Energieanteil gesondert ausweist.

Derzeit läuft seitens des ÖEKV die Verständigung der Interessenten für eine verbindliche Anmeldung am Strompool.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromkosten

    Deutsche arbeiten jährlich 65 Stunden für Strom

    Strom ist in den vergangenen zehn Jahren erheblich teurer geworden. Weil die Lohnsteigerung im selben Zeitraum die Kosten nicht ausgleicht, müssen Arbeitnehmer einer Analyse zufolge mehr arbeiten, um die Stromrechnung decken zu können.

  • Smart Meter

    Stromspiegel entlarvt Energiefresser-Haushalte

    Der aktuelle Stromspiegel macht es Verbrauchern besonders leicht, den eigenen Stromverbrauch zu bewerten. Demnach liegt beispielsweise der durchschnittliche Verbrauch eines Dreipersonenhaushaltes in einer Wohnung bei 2.600 kWh Strom im Jahr. Sparsame Haushalte benötigen nur 1.700 kWh und sparen damit rund 260 Euro.

  • Strom sparen

    HEW: "Wir malen unseren Strom nicht an"

    Dr. Manfred Timm, gestern Mittag noch Vorstandssprecher der HEW, zeigte sich im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung ob der Bilanz des Jahres 2000 zufrieden: "Wir entwickeln uns zu einer schlagkräftigen Größe auf dem europäischen Strommarkt".

  • Energieversorung

    Vier Energieversorger schließen sich zur Süwag Energie AG zusammen

    Die Main-Kraftwerke, die Kraftversorgung Rhein-Wied, die AfE Gesellschaft für Energiewirtschaft und die Kraftwerk Altwürttemberg AG fusionieren zur Süwag Energie AG. Damit will Hauptanteilseigner RWE seine Kräfte im Südwesten Deutschlands bündeln.

  • Stromtarife

    Telekom wird künftig von der Bewag versorgt

    Der Berliner Regionalversorger Bewag hat einen dicken Fisch an Land gezogen: Ab kommenden Monat wird er die Deutsche Telekom mit jährlich etwa 1,1 Milliarden Kilowattstunden Strom beliefern.

Top