Neun Jahre Niedersächsische Energie-Agentur

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Veba AG und PreussenElektra AG beabsichtigen, ihre Gesellschafteranteile an der Niedersächsischen Energie-Agentur GmbH an die Avacon AG und die EWE AG zu übergeben. Das habe der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am 17. Mai besprochen, sagte Umweltminister Wolfgang Jüttner als neuer Vorsitzender des Aufsichtsrates heute vor Journalisten. Grund hierfür sei die Liberalisierung der Energiemärkte und die Globalisierung der beiden Unternehmen. "Dieser Schritt bedeutet aber keinen Abschied von der Agentur, sondern die Übergabe der Gesellschafteranteile an Konzern-Unternehmen, die in ihren Geschäftstätigkeiten eine Nähe zu dem Aufgabengebiet der Agentur aufweisen", erklärte Jüttner. Beide Unternehmen seien verstärkt - wie auch die Stadtwerke Hannover und die swb Enordia - im Bereich der Energiedienstleistungen tätig, dem originären Aufgabengebiet der Niedersächsischen Energie-Agentur.


"Vor neun Jahren ist die Niedersächsische Energieagentur von Wirtschaft und Landesregierung gegründet worden", berichtete der Minister. "Und sie hat in den Bereichen rationelle Energienutzung, rationelle Energieumwandlung und Nutzung regenerativer Energiequellen viele konkrete Projekte vorzuweisen." Insgesamt seien bisher 370 Projekte mit einem Auftragsvolumen von insgesamt 22 Millionen Mark bearbeitet worden. "Durch die realisierten Projekte werden pro Jahr etwa 500.000 Tonnen CO2 eingespart." Zu den Kundengruppen der Agentur gehörten neben den Gesellschaftern insbesondere Kommunen (55 Prozent), Gewerbe und Industriebetriebe (25 Prozent), Wohnungsbaugesellschaften und Energieversorgungsunternehmen (20 Prozent).


"Das ist eine sehr positive Bilanz. Ich habe den Vorsitz des Aufsichtsrates gerne übernommen, weil die Energie-Agentur mit ihrer bundesweit anerkannten Kompetenz ein notwendiger Bestandteil im Energiesektor ist", betonte Jüttner. "Hier sind bereits weitsichtige Kooperations-Projekte auf dem Weg. Der Einstieg in einen klimaschonenden und risikoarmen Energiemix mit dem Schwerpunkt auf rationelle Energienutzung, Kraft-Wärme-Kopplung und regenerativen Energiequellen ist eine wichtige strategische Aufgabe des nächsten Jahrzehnts."

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