Projektstart

Neues Trocknungsverfahren bei Braunkohle-Verstromung

5,5 Millionen DM werden von der VEAG, dem Land Brandenburg und weiteren Partnern in den kommenden Jahren zur Verfügung gestellt, um den Wirkungsgrad von Braunkohle weiter zu verbessern und die Emissionen zu senken.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com
An der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) in Cottbus wurde kürzlich ein Projekt für eine Versuchsanlage zur druckaufgeladenen Dampf-Wirbelschicht-Trocknung von Braunkohle gestartet. Zahlreiche Unternehmen sowie das Land Brandenburg unterstützen dieses Projekt, für das in den kommenden drei Jahren ein Finanzvolumen von 5,5 Millionen DM für Bau und Betrieb bereitgestellt wird.

Ziel der Forschungsarbeit ist es, durch neue technologische Wege die Wirkungsgrade bei der braunkohlegestützten Stromerzeugung bei einer eventuellen Neuanlage nochmals zu erhöhen und dadurch die Kohlendioxid-Bilanz in diesem Bereich weiter zu verbessern. Bereits in den letzten Jahren ist es in den Neubaukraftwerken von VEAG in Schwarze Pumpe, Lippendorf und Boxberg gelungen, große Fortschritte beim Wirkungsgrad und bei der Reduzierung von Emissionen zu erzielen. VEAG-Vorstand Eckhard Dubslaff: "Wir sind von der technologischen und wirtschaftlichen Zukunft der Braunkohleverstromung überzeugt. Deshalb haben wir Partner gesucht, um gemeinsam die wissenschaftlichen Möglichkeiten durch Druck-Wirbelschicht-Trocknung grubenfeuchter Kohle zu untersuchen. Wir sehen dieses Projekt als Bestandteil eines Konzeptes für einen fortgeschrittenen Braunkohle-Kraftwerksblock mit einem Wirkungsgrad bis zu 50 Prozent. Es geht uns darum, auch künftig die Technologieführerschaft bei der Braunkohleverstromung zu behalten."

Partner in diesem Projekt sind ABB Alstom Power Generation, Balcke-Dürr Energietechnik GmbH, BTU Cottbus, Energie-Ressourcen-Institut, Lausitzer Braunkohle AG und Mitteldeutsche Braunkohlen Gesellschaft mbH. Die Versuchsanlage wird voraussichtlich bis März kommenden Jahres fertiggestellt.

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