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Neues Pfanni-Heizwerk soll mit Deponiewertstoffen laufen

In Mecklenburg-Vorpommern entsteht derzeit ein modernes Heizkraftwerk, das auf Basis brennbarer Deponiewertstoffe das Pfanni-Werk in Stavenhagen komplett mit Strom und Dampf beliefern soll. Mit einer Jahreskapazität von 125 000 Tonnen kann etwa ein Viertel der prognostizierten Gesamtabfallmenge Mecklenburg-Vorpommerns verwertet werden.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Stavenhagen/Rosenow (ddp-nrd/sm) - Ein modernes Heizkraftwerk auf Basis brennbarer Deponiewertstoffe soll in den nächsten Monaten in Stavenhagen entstehen und das dort angesiedelte Pfanni-Werk komplett mit Strom und Dampf beliefern. Den Vertrag zum Bau der Anlage hat gestern die Dortmunder RWE-Tochter Harpen AG mit der Nehlsen Rohstoffwirtschaft und Logistik GmbH & Co. KG Bremen unterzeichnet, wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Wolfgang Methling (PDS) mitteilte.

Das Heizwerk soll jährlich etwa 213 000 Tonnen Dampf sowie 26 500 Megawattstunden Strom erzeugen. Beliefert wird es unter anderem von einer mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage, für die gestern in Rosenow der Grundstein gelegt wurde. Die Anlage der Ostmecklenburgisch Vorpommerschen Verwertungs- und Deponie GmbH soll Abfälle aus den Landkreisen Demmin, Müritz, Mecklenburg-Strelitz und Uecker-Randow sowie der Stadt Neubrandenburg aufbereiten. Mit einer Jahreskapazität von 125 000 Tonnen kann sie etwa ein Viertel der prognostizierten Gesamtabfallmenge Mecklenburg-Vorpommerns verwerten.

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