Neues Kraftwerk in Kroatien

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com
Das Steinkohlekraftwerk Plomin 2, ein Gemeinschaftsprojekt von RWE Energie und dem kroatischen Energieversorger Hrvatska Elektroprivreda (HEP), ist heute offiziell in Betrieb genommen worden. Die Errichtung des Kraftwerksblocks ist bisher die größte Einzelinvestition in Kroatien nach dem Krieg. Die Baumaßnahme hat zu einem deutlichen Aufschwung am Wirtschaftsstandort Plomin geführt. "Dies ist ein gelungenes Beispiel, wie durch eine Einzelinvestition die wirtschaftliche Entwicklung einer Region nachhaltig gefördert werden kann", hob Dr. Rolf Bierhoff, Aufsichtsratsvorsitzender der Joint-Venture-Gesellschaft TE Plomin, im Rahmen der heutigen Einweihungsfeier hervor.


1985 wurde mit der Errichtung von Plomin 2 in Istrien an der adriatischen Küste begonnen. Wegen des Krieges mussten die Baumaßnahmen 1991 unterbrochen werden. 1997 wurden dann die Arbeiten für den 210-MW-Block fortgesetzt. Dazu wurde die Joint-Venture-Gesellschaft TE Plomin gegründet, an der RWE Energie und HEP jeweils 50 Prozent halten. Mit der Realisierung dieses Projektes wird dem wachsenden Stromverbrauch infolge des wirtschaftlichen Aufschwungs des Landes Rechnung getragen.


Weitreichende Umweltschutz-Investitionen wie Elektrofilter, Rauchgasentschwefelungs- und Wasseraufbereitungsanlagen stellen sicher, dass die in Europa gültigen Grenzwerte für Schadstoffemissionen in vollem Umfang eingehalten werden. Asche und Gips als Nebenprodukt des Kraftwerksbetriebes werden in der heimischen Zement- und Bauindustrie verwertet.


Durch die internationale Zusammenarbeit wird ein wesentlicher Beitrag zur Erhaltung von Arbeitsplätzen in der Region geleistet. Über die mit der Fertigstellung und dem Betrieb des Kraftwerks einhergehenden Beschäftigungs- und Kapitaleffekte hinaus hat die Investition weitere positive Impulse für die lokale Wirtschaft zur Folge. So sind z. B. wegen der Kohleversorgung des Kraftwerks große Teile der Plominer Bucht von dem dort abgesetzten Schlamm gereinigt worden. Damit wurde die Umweltsituation an der Küste verbessert und gleichzeitig die Voraussetzung geschaffen, dass auch wieder Fährschiffe den Hafen anlaufen können. Damit wird auch künftig die weitere Entwicklung der Region sichergestellt.

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