Solarheizungen statt Energieschleudern

Neues KfW-Darlehen macht Solarwärme erstmals wirtschaftlich

Mit zinsgünstigen Krediten der Kreditanstalt für Wiederaufbau fördert die Bundesregierung ab sofort den Austausch alter Heizungen durch moderne Anlagen mit Solartechnik. Der Solarverband begrüßt die Ausweitung des Gebäudesanierungsprogramms und hat errechnet, dass die Nutzung von Solarwärme nun für fünf Millionen Haushalte wirtschaftlich wird.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Ab sofort wird die Nutzung von Solarwärme für fünf Millionen Haushalte wirtschaftlich. Darauf weist die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) hin. Grund: Künftig fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den Austausch alter Öl- und Gasheizkessel durch moderne Heizungsanlagen mit Solartechnik durch zinsgünstige Kredite.

Die UVS begrüßt die Bereitstellung von jährlich 160 Millionen Euro aus dem Ökosteuer-Aufkommen für das Gebäudesanierungsprogramm. Die neuen Fördermittel können mit den kürzlich erhöhten Zuschüssen für Solaranlagen des Marktanreizprogramms kombiniert werden. Die UVS erwartet nun deutliche Sanierungsimpulse und eine erheblich steigende Solarnachfrage.

Hauseigentümer, die ihren vor Juni 1982 eingebauten Heizkessel durch eine moderne Gas- oder Ölheizung in Verbindung mit einer Solaranlage ersetzen wollen, erhalten ab sofort ein zinsgünstiges KfW-Darlehen mit einem Zinssatz von derzeit effektiv 2,12 Prozent bei zwanzigjähriger Laufzeit. Carsten Körnig, Geschäftsführer der UVS sieht darin für alle einen Gewinn: "Das neue Finanzierungsangebot der KfW macht die Nutzung von Solarwärme für Hauseigentümer erstmals rentabel. Solarwirtschaft und Handwerk profitieren von der steigenden Nachfrage nach moderner Heiztechnik. Viele Arbeitsplätze werden gesichert und geschaffen."

Wenn Verbraucher durch Sanierungsmaßnahmen ein bestimmtes Maß an Kohlendioxid- und Energieeinsparung überschreiten und nachweisen, erhalten sie zusätzlich einen Teilschulderlass von 20 Prozent ihres aufgenommenen Darlehens.

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