Veredelung

Neues Heizkraftwerk liefert Energie für Knödelproduktion

Das Kartoffelveredelungswerk Pfanni in Stavenhagen will von Erdgas als Energiequelle unabhängiger werden. Heute beginnen die Bauarbeiten für ein rund 47,5 Millionen Euro teures eigenes Heizkraftwerk. Es soll ab August 2007 mit Reststoffen aus Müllanlagen der Region beschickt werden.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Stavenhagen (ddp-nrd/sm) - Das Kartoffelveredelungswerk Pfanni in Stavenhagen setzt auf Reststoffe aus Müllanlagen als Energiequelle. Am Donnerstag begannen die Bauarbeiten für ein rund 47,5 Millionen Euro teures Heizkraftwerk, wie das Umweltministerium in Schwerin mitteilte.

Es soll ab August 2007 mit so genannten Restfraktionen aus der Abfallbehandlung beschickt werden. Strom und Dampf werden für die Kartoffelveredelung genutzt. Mit dem Heizkraftwerk entstehen 25 neue Arbeitsplätze. Bauherr und Betreiber ist die Nehlsen Entsorgung Neubrandenburg.

Umweltminister Wolfgang Methling (PDS) bezeichnete das Kraftwerk beim ersten Spatenstich als wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz. Die Verwertung der Reststoffe sei eine "beispielhafte Verbindung von Abfall- und Energiewirtschaft".

Bisher wurden im Pfanni-Werk jährlich rund 13 Millionen Kubikmeter Erdgas zur Energieversorgung genutzt. Die Ersatzbrennstoffe gelten als wesentlich kostengünstiger. Pfanni stellt unter anderem Kartoffelknödel und -püree her.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Ökostrom

    BayWa bietet Ökostrom zum Selbermixen an

    "Etwas mehr Sonnenenergie und dafür weniger Windkraft bitte" – So könnte künftig die Forderung eines Kunden vor dem Abschluss eines Stromvertrages lauten. Ab sofort bietet BayWa flexible Ökostromtarife an, bei denen der Kunde bestimmt, aus welchen Quellen der Strom für den eigenen Haushalt stammt.

  • Strom- und Gaspreise

    Gaspreise: Tarife variieren um bis zu 40 Prozent

    Die Gaspreise bei den Energieanbietern klaffen einer Studie zufolge weit auseinander. Ein großer Preisunterschied ist demnach vor allem zwischen den Tarifen der Grundversorger und den Angeboten alternativer Anbieter festzustellen: In den 100 größten Städten sollen sich im Schnitt 630 Euro pro Jahr sparen lassen.

  • Hochspannungsleitung

    Regionaler Energieversorger nimmt neues Kraftwerk in Betrieb

    Nach anderthalbjähriger Bauzeit nimmt die Energieversorgung Halle (EVH) GmbH ihr neues Kraftwerk in Betrieb. Das GuD-Kraftwerk in der Dieselstraße versorgt die Saalestadt mit Strom und Fernwärme, wie die EVH in einer Presseerklärung mitteilte.

  • Strompreise

    Mecklenburg-Vorpommern beschließt Aktionsplan

    Das Schweriner Kabinett hat heute den "Aktionsplan Klimaschutz Mecklenburg-Vorpommern" beschlossen. Ziel sei, so Umweltminister Methling, die Klimaschutz als Notwendigkeit im Bewusstsein zu verankern alle im Land verfügbaren Potentiale zur Reduzierung von Treibhausgasen zu nutzen.

  • Strom sparen

    Thüringer Grüne wollen stärkere Nutzung alternativer Energien

    Wegen steigender Ölpreise und der drohenden Verteuerung von Erdgas soll auch Thüringen die Nutzung alternativer Energien stärker vorantreiben. Das forderte der Grünen-Landesverband und verspricht sich davon auch positive Effekte für die Thüringer Wirtschaft.

Top