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Neuer VIK-Strompreisindex: Leichter Anstieg der Strompreise von Januar bis August 2002

Aus Strompreis und Transportkosten hat der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft erstmals wieder einen Strompreisindex berechnet. Nach anfänglichem Preisrückgang von Januar bis März 2002 folgte ein stetiger Anstieg des Index. Sein Anstieg ist im Wesentlichen auf den Einfluss der steigenden Großhandelsstrompreise zurückzuführen.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft hat in diesem Monat erstmals wieder einen Strompreisindex für Mittelspannungskunden in Industrie und Gewerbe veröffentlicht. Eine Grundlage für den neuen VIK-Index ist dabei der Durchschnittspreis des Vormonats am EEX-Terminmarkt für die kommenden vier Quartalsprodukte. Der zweite Indexbestandteil ist das Netznutzungsentgelt. Berücksichtigt werden die Netznutzungskosten der zurzeit noch sechs Regelzonennetzbetreiber (Bewag, VEAG, HEW, E.ON-Süd, RWE und EnBW) für die Entnahme aus der Mittelspannung, entsprechend der o. g. Benutzungsstunden. Da die VEAG keine Endkunden in der Mittelspannung beliefert, werden an dieser Stelle die Netznutzungsentgelte der MEAG (ab August 2002 enviaM) herangezogen. Die Summe der durchschnittlichen Energie- und Netzpreise aller Regelzonen bildet die Basis für den monatlich veröffentlichten VIK-Index.

Für August 2002 ergibt sich ein VIK-Strompreisindex von 102,20. Der Index basiert auf dem Bezugsmonat Januar 2002 (Wert 100) und setzt sich aus Strompreis und Transportkosten zusammen. Nach anfänglichem Preisrückgang von Januar bis März 2002 folgte ein stetiger Anstieg des Index. Sein Anstieg ist im Wesentlichen auf den Einfluss der steigenden Großhandelsstrompreise zurückzuführen.

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