Preissteigerungen

Neuer Preisschock für privat Krankenversicherte

Um bis zu 41 Prozent, berichtet "Spiegel Online" am heutigen Dienstag, sollen die Tarife von elf namhaften Gesellschaften steigen.

Krankenversicherung© Barbara Kraske / Fotolia.com

Um bis zu 41 Prozent, berichtet "Spiegel Online" am heutigen Dienstag, sollen die Tarife von elf namhaften Gesellschaften steigen. Die drastischen Preissteigerungen beträfen beileibe nicht nur Neukunden. Im Gegenteil - für Altkunden wird es meist noch viel schlimmer.

Preisschock für Privatversicherte

Die nun angekündigte Erhöhungswelle ist nicht die erste. Bereits in den vergangenen Monaten hatten etliche Versicherer ihre Tarife angehoben, nicht selten um zweistellige Prozentsätze. Doch nun scheint es noch einmal richtig schlimm zu kommen. Offiziell wollen die großen Gesellschaften noch keine Infos herausrücken, wie es um die Beitragshöhe der privat Krankenversicherten im kommenden Jahr bestellt sein wird. Doch "Spiegel Online" will erfahren haben, dass eine massive Preiswelle kommt, und nennt konkrete Zahlen.

Bis zu 41 Prozent mehr in 2013

So zahlten dem Bericht zufolge Kunden eines bestimmten AXA-Tarifs über 41 Prozent mehr im Vergleich zum jetzigen Beitrag, das ist die extremste Erhöhung, die dem Magazin eigenen Angaben zufolge vorliegt. Bei anderen Gesellschaften sieht es nicht viel besser aus. Etwa beim Münchner Verein sowie der Hallesche werden zwischen 20 und 34 Prozent Teuerung für bestimmte Tarife erwartet. Auf Nachfrage des Magazins hätten die Gesellschaften versucht, die Erhöhungen herunterzuspielen - sie beträfen nur bestimmte Altersgruppen oder solche Tarife, die lange Zeit sehr stabil gewesen seien. Im Schnitt, über alle Tarife hinweg, fielen die Erhöhungen sehr moderat aus, hieß es von Seiten der Versicherer.

Wechsel in günstigere Tarife wird oft blockiert

Noch keine konkreten Zahlen lägen von der DKV, der Debeka und der Central vor - letztere hatte im vergangenen Jahr mit einer massiven Preiserhöhung Schlagzeilen gemacht. Prinzipiell können betroffene Kunden in einen anderen Tarif wechseln, etwa in einen mit höherem Selbstbehalt. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass solche Wechsel, wenn sie den Kunden besser stellen, von den meisten Unternehmen nach Kräften blockiert werden - über die Probleme eines Kunden mit der Gothaer hatte zuletzt das ZDF-Magazin "Wiso" am gestrigen Montag berichtet. Dieser Wechsel, den der Kunde sehr lange selbst versucht hatte durchzusetzen, kam ganz offenbar nur durch die Einschaltung des bekannten Verbrauchermagazins zustande.

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