Kraftwerkoptimierung abgeschlossen

Neuer Kessel macht Dampf für Pirelli

Auf dem Gelände der Pirelliwerke Breuberg erzeugt die IKB, eine gemeinsame Tochter der HEAG Südhessische Energie AG und der Pirelli Deutschland, Strom und Dampf. Dieser Tage wurde ein neuer Dampfkessel aufgestellt - er wird fortan rund 40 Tonnen Dampf pro Stunde erzeugen, der für die Produktion von Pkw- und Motorradreifen genutzt wird.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Breuberg (red) - Der schwarze Koloss ist neun Meter lang und hat einen Durchmesser von 4,30 Meter. So, wie er jetzt zwischen dem Flüsschen Mümling und dem Kesselhaus der Industriekraftwerk Breuberg GmbH (IKB) steht, wiegt er 70 Tonnen. Ein Tieflader brachte den Koloss - einen Dampfkessel für die IKB - in der Nacht von Montag auf Dienstag dieser Woche nach Breuberg. Der neue leistungsstarke und effiziente Kessel ersetzt einen alten Dampfkessel aus dem Jahr 1972. Er erzeugt künftig rund 40 Tonnen Dampf pro Stunde. Diese Energie nutzen die beiden Reifenwerke der Pirelli Deutschland AG in Breuberg für die Produktion von Pkw- und Motorradreifen.

Die IKB, eine gemeinsame Tochter der HEAG Südhessische Energie AG (HSE) und der Pirelli Deutschland, produziert im Kraftwerk auf dem Gelände der Pirelliwerke Breuberg Strom und Dampf. Zudem versorgt sie die Reifenwerke mit Heißwasser, Kühlwasser und Druckluft. Im Heizkraftwerk sind eine Gasturbine mit Abhitzekessel und drei Spitzenlast-Dampfkessel installiert.

"1999 wurde ein neues Kraftwerk auf dem Gelände errichtet, einige Teile des alten Kraftwerks konnten noch einige Zeit weiter genutzt werden", so IKB-Geschäftsführer Joachim Deuker. Nach dem Einbau einer neuer Leittechnik und der Sanierung der Speisewasserbehälter ist die Installation des neuen Dampfkessels der letzte Schritt einer kontinuierlichen Optimierung der Anlage. Ab September 2004 soll er laufen. "Mit dem neuen Dampfkessel haben wir jetzt eine Kapazität von maximal 120 Tonnen Dampf pro Stunde und damit genügend Energiereserven, um auch zukünftig einen steigenden Energiebedarf abdecken zu können", erklärt Joachim Deuker.

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