Tarifverhandlungen

Neuer Gehaltstarifvertrag: Mehr Geld für Bankangestellte

Für Banken gilt künftig ein neuer Gehaltstarifvertrag. Arbeitgeber und die Gewerkschaft Verdi konnten sich in der vierten Verhandlungsrunde einigen. Die Gehälter für Bankangestellte erhöhen sich über mehrere Jahre in einem dreistufigen System.

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Wiesbaden - Die Beschäftigten der öffentlichen und privaten Banken bekommen mehr Geld. Die Tarifparteien einigten sich in der vierten Verhandlungsrunde am Dienstagabend in Wiesbaden auf einen neuen Gehaltstarifvertrag mit einer Laufzeit von 33 Monate bis Ende Januar 2019, wie die Arbeitgeber und die Gewerkschaft Verdi mitteilten. Die Gehälter für die mehr als 200.000 Beschäftigten werden demnach in drei Stufen erhöht: ab Oktober 2016 um 1,5 Prozent, ab Januar 2018 um 1,1 Prozent und ab November 2018 erneut um 1,1 Prozent. Auszubildende erhalten ab Oktober 2016 eine Gehaltserhöhung um 50 Euro.

Warnstreiks in etlichen Bundesländern

Verdi hatte 4,9 Prozent mehr Geld verlangt. Für Auszubildende forderte sie 80 Euro mehr. Die Arbeitgeber hielten dagegen, der Spielraum sei wegen des Zinstiefs begrenzt. Digitalisierung und schärfere Regulierung trieben zudem die Kosten. Es kam in etlichen Bundesländern zu Warnstreiks. Zur Einigung teilte der Verhandlungsführer der Banken-Arbeitgeber, Heinz Laber, mit: "Angesichts der angespannten Branchenlage liegt dieser Abschluss an der Belastungsgrenze und ist nur durch die lange Laufzeit gerade noch vertretbar."

Nach Gehaltstarifrunde: Gesamtes System soll betrachtet werden

Verdi-Verhandlungsführer und Bundesvorstandsmitglied Christoph Meister erklärte: "Die Arbeitgeber haben ihre Branche als Krisenbranche dargestellt und ein Bild der Düsternis für die Zukunft gezeichnet." Der Tarifabschluss sei nur "mit großen Anstrengungen" erreichbar gewesen.

Beide Seiten vereinbarten den Angaben zufolge überdies, außerhalb der regulären Gehaltstarifrunde über eine grundlegende Neuordnung des Tarif-Entgeltsystems und über eine attraktivere Ausbildung in Banken zu sprechen.

Quelle: DPA

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