BfS erteilt Genehmigung

Neuer Castor-Transport nach Gorleben vermutlich im Herbst

Bis Ende Oktober muss ein weiterer Atommülltransport vom französischen La Hague in das deutsche Zwischenlager Gorleben stattgefunden haben. Dann läuft die Transportgenehmigung ab, die das BfS jetzt erteilt hat.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat einen weiteren Rücktransport von deutschem Atommüll aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague ins Zwischenlager nach Gorleben genehmigt. Die Genehmigung umfasst die Beförderung von sechs Castor-Behältern mit verglasten hochradioaktiven Abfällen, sogenannten HAW-Glaskokillen.

Zuvor hatte der niedersächsische Innenminister Heiner Bartling im Namen der Bundesländer erklärt, dass aus polizeilicher Sicht der Transport noch in diesem Jahr durchgeführt werden könne. Die Genehmigung ist bis zum 31. Oktober 2001 befristet. Eine kürzlich beantragte Verlängerung der Zulassung über den 31. Oktober hinaus würde ein Prüfzeugnis der dafür zuständigen Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) voraussetzen. Die BAM benötigt nach eigenen Aussagen dafür etwa zwei Monate, falls der Antragsteller seine Unterlagen rechtzeitig und vollständig vorlegt.

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