Europäische Arbeitsgruppe

Neuer Bericht zur Erzeugungseffizienz: Wasserkraftanlagen vorn

Die Untersuchungen des Dachverbands der europäischen Elektrizitätswirtschaft "Eurelectric" haben ergeben, dass von allen derzeit verfügbaren Technologien große und kleine Wasserkraftanlagen die höchste Effizienz aufzuweisen haben (über 90 Prozent), während Solaranlagen zurzeit die niedrigste Effizienz haben (meist zwischen 14 und 23 Prozent).

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Dachverband der europäischen Elektrizitätswirtschaft "Eurelectric" hat gemeinsam mit VGB Powertech die Effizienz der europäischen Stromerzeugung untersucht. Der nun veröffentlichte Bericht enthält neueste Informationen zur Energieeffizienz verschiedener Technologien der Stromerzeugung, darunter Kraft-Wärme, erneuerbare Energien und dezentrale Erzeugung. Die im Bericht vorgestellten Effizienzgrade beziehen sich auf die neuesten Erzeugungstechnologien, die auf dem Markt verfügbar sind oder bald verfügbar sein könnten.

Der Bericht besteht aus zwei Teilen: Der Kernteil stellt die Effizienzgrade als solche vor (Kapitel III, IV und V), wohingegen der zweite Teil auf verwandte Themen wie die Auswirkungen auf die Umwelt (Kapitel VI), Zusammenhänge zwischen Größe der Anlagen und den Produktionskosten (Kapitel VII), die verwendeten Kenngrößen (Kapitel VIII) und den Nutzen den Nutzen von Effizienzverbesserung (Kapitel IX) eingeht. Effizienz wird hierbei als das Verhältnis zwischen dem nutzbaren Elektrizitätsausstoß der Kraftwerke in einer gegebenen Zeit und dem energetischen Wert der im selben Zeitraum verwendeten Energiequelle bezeichnet. Die Effizienzwerte des Berichts beziehen sich somit auf die Umwandlung der Energiequelle in Strom und berücksichtigen nicht die Verfügbarkeit der Energiequellen bzw. Kraftwerke.

Die Untersuchungen haben ergeben, dass von allen derzeit verfügbaren Technologien große und kleine Wasserkraftanlagen die höchste Effizienz aufzuweisen haben (über 90 Prozent), während Solaranlagen zurzeit die niedrigste Effizienz haben (meist zwischen 14 und 23 Prozent). Der Bericht zeigt anhand von Beispielen auch, dass selbst geringfügige Steigerungen der Effizienz von zum Beispiel nur 0,1 Prozent beträchtlichen Auswirkungen auf den Brennstoffverbrauch und Treibhausgasemissionen haben könnten.

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