Aus 70 statt 50 Metern Höhe

Neue Wetterkarten: Rechenhilfe für die Windenergie

Der Deutsche Wetterdienst hat auf der Energiemesse "E-world energy" neue Windkarten vorgestellt, mit deren Hilfe zukünftig das Potenzial von Windenergieanlagen besser berechnet werden kann. So soll laut DWD die Größe des zu erwartenden Ertrags durch Windenergie für jede Region exakt bestimmt werden können.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp/red) - Das Potenzial von Windenergieanlagen soll künftig besser berechnet werden können. Dazu hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) neue Windkarten erstellt, die den Windfluss nun bis zu einer Höhe von 70 Metern berechnen können. Bisher üblich waren 50 Meter Höhe. Vorgestellt wurde das neue Kartenmaterial am Mittwoch auf der Internationalen Energiemesse "E-world energy" in Essen.

Anhand der Windkarten lässt sich laut DWD exakt die Größenordnung des zu erwartenden Windenergieertrages in einer Region ermitteln. Ausgehend von der Windenergie in dieser Höhe lasse sich damit feststellen, welches Potenzial aus einer Windkraftanlage am jeweiligen Standort herauszuholen sei. In einer Höhe von 70 Metern sei die jeweilige Windgeschwindigkeit generell höher als bei bodennahem Wind, hieß es.

Besonders gut geeignet für die Nutzung von Windenergie sind dem DWD zufolge in NRW die Höhenlagen von Eifel und Rothaargebirge sowie einige windstarke Gebiete im Sauerland. In den flacheren Regionen zeichne sich vor allem der Nordwesten durch ein erhöhtes Windenergiepotenzial aus.

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