Neuland

Neue VDN-Empfehlung: Netzverträglicher Anschluss von EEG-Erzeugungsanlagen

Der VDN hat heute eine neue Empfehlung zum netzverträglichen Anschluss von EEG-Erzeugungsanlagen ans Hoch- und Höchstspannungsnetz veröffentlicht. In ihr wird gefordert, dass sich die größeren Anlagen im Fehlerfall wie konventionelle Kraftwerke an der Netzstützung zu beteiligen haben.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Eine neue Empfehlung des Verbands der Netzbetreiber (VDN) fasst die aktuellen Erkenntnisse zusammen, die bei einem Anschluss von EEG-Erzeugungsanlagen an das Hoch- oder Höchstspannungsnetz zukünftig zu berücksichtigen sind. "EEG-Erzeugungsanlagen am Hoch- und Höchstspannungsnetz" ist ein Leitfaden für Anschluss und Parallelbetrieb von Erzeugungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien am Hoch- und Höchstspannungsnetz in Ergänzung zu den NetzCodes.

Mit dieser Richtlinie wird technisches Neuland betreten, denn anders als bei EEG-Anlagen mit Anschluss z. B. im Niederspannungsnetz wird für diese naturgemäß größeren Anlagen (z.B. große Windparks) gefordert, dass sie sich im Fehlerfall wie konventionelle Kraftwerke an der Netzstützung zu beteiligen haben. Anderenfalls wäre bei der derzeit installierten und noch zu erwartenden Leistung ein stabiler Netzbetrieb nicht mehr möglich.

Wesentliche neue Punkte: (1) Keine direkte Abschaltung mehr im Fehlerfall, (2) Bereitstellung von Blind- und Kurzschlussleistung im Fehlerfall, (3) Begrenzung der Blindleistungsaufnahme nach einem Fehler und (4) besondere Einstellung der Schutzeinrichtungen.

Weiterführende Links
  • - Download der VDN-Empfehlung hier -
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