Neue Technologie wandelt Wärme in Elektrizität um

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Die Herstellung und der Verbrauch von Energie ist das größte Geschäft der Welt. Nach sieben Jahren und 3,4 Millionen Dollar hat Entropy Systems Inc. (ESI) eine Motorentechnologie entwickelt, die Elektrizität produziert, indem sie Wärme aus der atmosphärischen Luft bei jeder beliebigen Temperatur (sogar unter Null) absorbiert. Keine fossilen Brennstoffe oder nuklearen Materialien sind für den Betrieb dieser Motoren
erforderlich, und daher produzieren sie keine Luftverschmutzung. Mit anderen Worten: ESI-Motoren sind Zimmertemperatur-Superwärmeleiter. Sie benötigen keine kryogenischen Flüssigkeiten oder Treibstoffspeichersysteme und können für den Betrieb von Automobilen, Booten, Rasenmähern und Generatoren eingesetzt werden.


Konventionelle Motoren können nur stark erwärmte Luft in Elektrizität umwandeln, was durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe hergestellt wird. Der ESI-Motor verwendet die Luft bei Zimmertemperatur, absorbiert die Wärme aus der Luft wie ein Schwamm, wandelt sie in Elektrizität um und stößt die Luft bei niedrigerer Temperatur wieder aus. Diese kälteren Abgase können in Kühlsystemen und Klimaanlagen verwendet werden. Der ESI-Motor ist daher sowohl Motor als auch Kühlsystem. Ein an den Motor angeschlossener elektrischer Generator produziert Elektrizität. Die ESI-Motoren können das ganze Jahr über in jedem Wetter betrieben werden. Sie haben höhere Effizienzwerte als alle anderen konventionellen Motoren, Kühlsysteme und Fuel Cells.


Patente für diese Technologie bestehen in den USA, Australien und der Europäischen Gemeinschaft. Ihr Erfinder ist Sanjay Amin. 1994 wurde sein Buch über Thermodynamik veröffentlicht. 1996 erhielt er außerdem die ASEI-Auszeichnung "Ingenieur des Jahres". Sanjay verfügt auch über diverse auf seinen Namen angemeldete Patente. An der Youngstown State University, der Purdue University und der
Pennsylvania State University wurden Tests mit in der Entwicklung befindlichen Prototypen durchgeführt. Das Cushwa Center for Enterpreneurship der Youngstown State University half bei der Markteinführung der ESI-Technik. Larry Armstrong vom Magazin "Businessweek" schreibt: "Fast jeder im 21. Jahrhundert wird über eine persönliche Quelle zur Erzeugung von Elektrizität verfügen."


(ots)

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