Nachfrage anregen

Neue KfW-Förderprogramme sollen Arbeitsplätze sichern

Finanzminister Hans Eichel und KfW-Vorstandssprecher Hans W. Reich haben kürzlich die neuen KfW-Programme vorgestellt. Der "Sonderfonds Wachstumsimpulse" und das neue KfW-Wohnraummodernisierungsprogramm sollen helfen, Arbeitsplätze zu sichern. Gerade der Bausektor soll durch die beiden Programme profitieren.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet zwei neue Förderprogramme: Den Sonderfonds "Wachstumsimpulse" (Infrastrukturprogramm) und das neue KfW-Wohnraummodernisierungsprogramm. Beide Programme sollen in der jetzigen Situation einen Beitrag zur Stärkung der Binnennachfrage leisten. Gerade der Bausektor soll durch die beiden Programme profitieren. Das betrifft insbesondere mittelständische Unternehmen, zum großen Teil die Handwerksbetriebe.

KfW-Wohnraummodernisierungsprogramm für 2003/2004

Das Programm soll Anreize für die Modernisierungs- und Sanierungsinvestitionen bei selbstgenutzten oder vermieteten Wohngebäuden geben. Acht Milliarden Euro werden mittels zinsverbilligter Förderdarlehen vergeben. Der Zinssatz ist dabei gerade in den ersten Jahren durch die Zinsverbilligung des Bundes besonders günstig. Nach heutigen Standpunkten wird der nominale Anfangszinssatz unter drei Prozent liegen. Danach gilt der Zinssatz der KfW-Refinanzierungskosten. Das Programm ist mit allen wohnwirtschaftlichen KfW-Programmen kombinierbar.

Die Regierung wird für die Zinsverbilligung Haushaltsmittel in Höhe von 550 Millionen Euro bereitstellen. Aufgrund der Erfahrungen mit anderen Programmen wird erwartet, dass bei acht Milliarden Euro in einem Zeitraum von zwei Jahre eine Investitionssumme von zirka 14 Milliarden Euro erreichbar ist, was pro Jahr die Sicherung von etwa 125 000 Arbeitsplätzen bedeuten kann. Erste Anträge sollen schon im April dieses Jahres über die Banken gestellt werden können.

Sonderfonds "Wachstumsimpulse"

Der Sonderfonds "Wachstumsimpulse" baut auf das KfW-Infrastrukturprogramm auf und wird sich besonders an die Kommunen richten. Er beinhaltet sechs Milliarden Euro, die durch die Mittel des Bundes über einen Zeitraum von drei Jahren zinsverbilligt angeboten werden. Der Start-Zinssatz in der Direktkreditvaritante liegt bei etwa 1,4 Prozent in den ersten zwei Jahre, im dritten Jahr dann bei 2,4 Prozent. Danach gilt der normale Zinssatz des KfW-Infrastrukturprogramms. Zusätzlich soll es eine weitere Milliarde Euro für Kommunen geben, die in strukturschwachen Gebieten liegen. Für diese liegt der Anfangszinssatz in den ersten beiden Jahre bei 0,5 Prozent, im darauffolgenden Jahr bei 1,5 Prozent.

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