Oeldorado

Neue ExxonMobil Studie: Ölreserven trotz Mehrverbrauchs gestiegen

Mit 3.414 Millionen Tonnen ist die Weltölförderung im vergangenen Jahr um nahezu fünf Prozent gesunken. Dennoch ist der Weltölverbrauch um 0,2 Prozent gestiegen. Gründe dafür sind die verbesserte Weltkonjunktur und die fortschreitende Industrialisierung der Schwellenländer.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Im vergangenen Jahr ist die Weltölförderung deutlich um fast fünf Prozent auf 3.414 Millionen Tonnen gesunken. Dieser Rückgang wurde im wesentlichen durch die OPEC ausgelöst, deren Ölproduktion um 13 Prozent auf 1.298 Millionen Tonnen fiel. Dadurch verringerte sich ihr Anteil an der Weltförderung von 41,6 Prozent im Jahr 2000 auf 38 Prozent im Jahr 2001.

Dies geht aus der neuen Studie "Oeldorado 2002" von ExxonMobil hervor, die das Unternehmen heute in Wien vorstellte. An der Förderbegrenzung beteiligten sich gegen Ende des Jahres auch Länder, die nicht der OPEC angehören. Das Ziel, den Ölpreis stabil zu halten, erreichte diese Maßnahme nur zum Teil. Der Jahresdurchschnittspreis sank gegenüber dem Vorjahr um vier Dollar auf 24,4 Dollar pro Barrel. Er stieg von 25 Dollar pro Barrel im Januar zunächst bis auf 28,5 Dollar im Mai an, sank aber zum Jahresende auf 18 Dollar.

Trotz dieses Rückgangs der Förderung stieg der Weltölverbrauch um 0,2 Prozent auf 3.494 Millionen Tonnen. Dieser Mehrverbrauch hatte seine Ursache in der verbesserten Weltkonjunktur und der weiter fortschreitenden Industrialisierung in den Schwellenländern. Die Weltölreserven wuchsen um 0,4 Prozent auf 140.134 Millionen Tonnen. Die Raffineriekapazität sank hingegen geringfügig auf 4.060 Millionen Tonnen und liegt damit immer noch um mehr als 500 Millionen Tonnen über dem jährlichen Verbrauch.

Der weltweite Erdgasverbrauch stieg um zwei Prozent auf 2.509 Milliarden Kubikmeter, die Reserven wuchsen noch stärker: um 3,2 Prozent auf 154.248 Milliarden Kubikmeter. Die Zuwachsraten für Gas sind kräftig, Europa und Asien liegen mit 4,2 und vier Prozent in Führung.

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