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Neue EDNA Taskforces wollen Lieferantenwechsel effizienter machen

Nach wie vor tun sich die Unternehmen des Energiemarktes schwer, wenn es um die Standardisierung des elektronischen Datenaustauschs zwischen den Marktpartnern geht. Um hier weiter für Bewegung zu sorgen, hat die EDNA-Initiative jetzt Taskforces gegründet, um in speziellen Problemfeldern für schnellere Lösungen zu sorgen.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Trotz der "Best-Practice-Empfehlungen" für ein einheitliches Format, mit dem der Lieferantenwechsel im Energiemarkt elektronisch abgewickelt werden kann, kommt es bei der praktischen Umsetzung dieses Prozesses nach wie vor zu Problemen. Die Gründe sind vielfältig: Zum einen gibt es immer noch Interpretationsspielräume beim Aufbau der Dateien, zum anderen sind auch noch nicht alle Prozessschritte so exakt geregelt, dass Fehler im Ablauf ausgeschlossen werden können.

Um diese Probleme möglichst schnell bewältigen zu können, hat die EDNA-Arbeitsgruppe "Implementierung" jetzt die Taskforce "Lieferantenwechsel" gegründet. In einem ersten Schritt hat diese Taskforce eine detaillierte Liste mit Fragen und offenen Punkten erstellt, die auf den Erfahrungen basiert, die die EDNA-Mitglieder und die Anwenderunternehmen in den letzten Monaten mit dem "Best-Practice-Format" gesammelt haben. Diese Liste wurde jetzt an die VDN-Projektgruppe "Datenaustausch und Mengenbilanzierung DuM" und an die VDEW-Projektgruppe "Marktschnittstellen" übergeben. Um diesen Prozess zusätzlich zu beschleunigen, sollen jetzt auch verstärkt die Anwender einbezogen werden. Damit die Probleme bei der Umsetzung des neuen europäischen ESS-Fahrplanformates schon von vorneherein möglichst gering gehalten werden, wurde gleichzeitig die EDNA-Taskforce "ESS" ins Leben gerufen. Ihre Aufgabe ist die schnelle Implementierung dieses neuen XML-basierten Formats in die Softwarelösungen für das Energiedatenmanagement. Gleichzeitig soll die Taskforce "ESS" aber auch eine Vorgehensweise für ein Fehler- und Änderungsmanagement entwickeln und mit den entsprechenden Gremien abstimmen.

"Leider ist es uns bisher nicht gelungen, ein effizientes Änderungsmanagement für die Formate des elektronischen Datenaustauschs bei den Verbänden durchzusetzen", bilanziert Matthias Wippler von VA TECH SAT und Leiter der EDNA-Arbeitsgruppe "Implementierung". "Deswegen ist die Abstimmung zwischen der Arbeit der Gremien und der tatsächlichen Umsetzung in den Softwaresystemen manchmal etwas mühsam, da die Erfahrungen aus der Praxis zuwenig und zu langsam gewürdigt werden." Mit den neuen Taskforces will die EDNA-Initiative den Gremien schnelle und detaillierte Informationen liefern, damit die erforderlichen Maßnahmen umgehend ergriffen werden können. Sollte es dennoch zu Verzögerungen kommen, können die Taskforces gemeinsam mit den Anwendern für Lösungen sorgen, die die Kommunikation zwischen den Unternehmen der Energiewirtschaft sicherstellt, bis die Verbände die entsprechenden Festlegungen nachgezogen haben.

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