Energiewende

Neue Berechnungen zum Anstieg der Strompreise

Einem "Spiegel"-Bericht zufolge erwartet das Wirtschaftsministerium kurzfristig steigende Strompreise im Bereich von 0,5 bis 1,5 Cent pro Kilowattstunde. Mittelfristig könnten bis zu fünf Cent mehr anfallen. Schuld daran sei weniger der Atomausstieg, sondern nicht zuletzt die starke Förderung der Photovoltaik.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (dapd/red) - Die Deutschen müssen sich einem Medienbericht zufolge auf höhere Strompreise durch die Energiewende einrichten - so viel scheint klar, nur über das Ausmaß wird diskutiert. Wie das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag vorab berichtete, wird in internen Berechnung des Bundeswirtschaftsministeriums erwartet, dass die Kilowattstunde Strom zunächst um 0,5 bis 1,5 Cent teurer wird. Mittelfristig könne der Strompreis um bis zu fünf Cent steigen.

Strompreise könnten um bis zu fünf Cent klettern

Ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden würde demnach um bis 175 Euro zusätzlich im Jahr belastet. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) rechnet laut "Spiegel" ebenfalls mit einem deutlichen Anstieg der Strompreise um bis zu fünf Cent. Ursache sei der planlose Ausbau der erneuerbaren Energien, vor allem der zu teuren und ineffizienten Photovoltaik.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Photovoltaik Vergleich

    Solar Cluster: Photovoltaikanlage 2017 noch günstiger

    Wer über den Kauf einer Photovoltaikanlage nachdenkt, für den ergeben sich Experten zufolge 2017 weitere Pro-Argumente. Beispielsweise soll die Einspeisevergütung im Februar noch einmal steigen. Außerdem seien die Anlagen an sich günstiger geworden, so die Branchenvereinigung Solar Cluster.

  • Strompreise

    Höhe der Stromrechnung: Wohnort spielt eine Rolle

    Der Wohnort ist für die Höhe der Stromrechnung gar nicht so unwesentlich. Tatsächlich variieren die Strompreise je nach Bundesland erheblich. Das liegt auch an den unterschiedlich hohen Netzentgelten.

  • Stromnetz Ausbau

    RWE prüft Klage gegen Brennelementesteuer

    RWE prüft weiter eine Klage gegen die Brennelementesteuer. Der Konzern hat schon in den vergangenen Monaten "keinen Hehl daraus gemacht, dass wir erhebliche rechtliche Zweifel an dieser Steuer haben", so ein Unternehmenssprecher. RWE-Konkurrent E.ON hatte bereits am Dienstag eine Klage gegen die Steuer angekündigt.

  • Hochspannungsleitung

    Ethikkommission: Meinungen zu Atomausstieg gehen auseinander

    In einer kontroversen öffentlichen Sitzung hat die von der Bundesregierung eingerichtete Ethikkommission zur Energiepolitik die Chancen und Risiken eines schnellen Atomausstiegs abgewogen. Bei den Kosten der Energiewende gehen die Meinungen stark auseinander.

  • Stromtarife

    Bundesnetzagentur wirft Energiekonzernen Panikmache vor

    Bundesnetzagentur-Chef Matthias Kurth wirft den Energiekonzernen Panikmache vor, weil sie vor einem Zusammenbruch der Stromnetze gewarnt haben. Die Debatte über einen möglichen Blackout sei "oft oberflächlich und interessengeleitet", so Kurth. Eine Studie der Industrie ergab derweil, dass ein Atomausstieg bis Ende 2017 Strom nur knapp 1 Cent teurer machen würde.

Top