Wärmetrans

Neue Anlage an sächsischem Heizwerk in Betrieb genommen

Eine neue Wärmetrans-Anlage im Heizwerk Frankenberg im Kreis Mittweida (Sachsen) kommt mit weniger Brennstoffeinsatz aus und reduziert die Kohlendioxidemissionen um 760 Tonnen pro Jahr. Das Pilotprojekt wurde vom sächsischen Umweltministerium mit rund 732 000 Euro gefördert.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Frankenberg (ddp-lsc/sm) - Sachsens Umweltminister Stanislaw Tillich (CDU) hat heute eine neue so genannte Wärmetrans-Anlage im Heizwerk Frankenberg im Kreis Mittweida in Betrieb genommen. Mit der neuen Anlage würden der Brennstoffeinsatz verringert und die Kohlendioxidemission um 760 Tonnen im Jahr reduziert, sagte der Minister. Das Pilotprojekt wurde mit rund 732 000 Euro gefördert.

Neu an der Anlage ist den Angaben zufolge das Zusammenspiel vorhandener Technologie. Wärmepumpen und ein Blockheizkraftwerk sind gekoppelt. Mit der Nutzung von Umgebungs- und Abwärme wird ein rechnerischer Brennstoffnutzungsgrad von über 160 Prozent erreicht. Die Anlage ist in der Lage, sekundenschnell Energie zur Dämpfung von Schwankungen im Stromnetz zur Verfügung zu stellen. Versorgt werden ein Wohngebiet, kommunale und gewerbliche Abnehmer sowie eine Bundeswehrkaserne.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromtarife

    Sachsen will bei Strom Anteil erneuerbarer Energien verdoppeln

    Sachsen will 2020 mindestens 24 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugen, beschloss das sächsische Kabinett in dieser Woche. Der Kohlendioxidausstoß soll gleichzeitig um 13,4 Millionen Tonnen sinken.

  • Hochspannungsmasten

    Sachsen verdoppelt Stromgewinnung aus Biomasse

    210 Anlagen produzieren momentan in Sachsen Strom und Wärme aus Biomasse. Damit hat sich die Stromerzeugung (überwiegend aus Holz und Pflanzenöl) seit 2003 verdoppelt. Jetzt müsse es darum gehen, Getreide als Regelbrennstoff anzuerkennen, sagte Umweltminister Tillich.

  • Hochspannungsmasten

    Klimawandel führt in Sachsen zu Wetterextremen und Trockenheit

    Das Bundesland Sachsen hat die Auswirkungen des Klimawandels untersuchen lassen. Ergebnis: In den nächsten 50 Jahren wird es zu mehr Wetterextremen wie Hagel und starken Niederschlägen sowie zu längeren Trockenperioden kommen. Zudem erhöhe sich die Jahresdurchschnittstemperatur um zwei Grad.

  • Stromtarife

    Görlitz und Bad Düben als energiebewusste Kommunen ausgezeichnet

    Die sächsischen Städte Görlitz und Bad Düben sind mit dem "European Energy Award" für ihren klimaschonenden Umgang mit Energie auf kommunaler Ebene ausgezeichnet worden. Der Award ist ein europäisches Qualitätsmanagement und Zertifizierungsverfahren für energieeffiziente Städte und Gemeinden.

  • Energieversorung

    101 sächsische Betriebe beteiligen sich am Emissionshandel

    101 sächsische Unternehmen beteiligen sich seit 1. Januar am Handel mit Kohlendioxidzertifikaten. Der Freistaat darf gemäß der Richtlinie im ersten Handelszeitraum von 2005 bis 2007 etwa 99 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausstoßen, das ist deutschlandweit die viertgrößte Menge.

Top