Neuer Termin

Netzstudie zur Integration von Windstrom in das Verbundnetz vorerst nicht abgenommen

Trotz grundsätzlicher Einigkeit über die Inhalte konnte am Montag die dena-Netzstudie "Energiewirtschaftliche Planung für die Netzintegration von Windenergie in Deutschland an Land und Offshore bis zum Jahr 2020" noch nicht abgenommen werden. Jetzt muss ein neuer Termin her.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Projektsteuerungsgruppe (PSG) der dena-Netzstudie "Energiewirtschaftliche Planung für die Netzintegration von Windenergie in Deutschland an Land und Offshore bis zum Jahr 2020" konnte bei ihrem Treffen am Montag keine formale Verständigung erzielen.

"Wir konnten eine weitgehende inhaltliche Einigung innerhalb der PSG erreichen" sagt dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. "Die dena wird jetzt die formale Abnahme der Studie organisieren und einen neuen Termin mit der Projektsteuerungsgruppe anberaumen."

Die dena betrachtet die energiewirtschaftlichen Planung für die Netzintegration von Windenergie in Deutschland an Land und Offshore als eine wichtige, energiepolitische Aufgabe, die es gemeinsam zu bewältigen gilt. Schließlich soll die Netzstudie, die im Herbst 2003 von der dena in Auftrag gegeben wurde, als Grundlage für eine langfristige energiewirtschaftliche Planung dienen.

Hintergrund der dena-Netzstudie

In Auftrag gegeben wurde die Netzstudie 2003 von der dena, die auch mit der Leitung der PSG und des Fachbeirats vertraut war. In der Projektsteuerungsgruppe waren Windbranche, Energieversorgungsunternehmen, die Kraftwerk- und Zuliefererindustrie und politische Vertreter gemeinsam an der Erstellung und Finanzierung der Studie beteiligt. Die Studieninhalte wurden von einem Konsortium erstellt, in dem das Deutsche Windenergie Institut, E.ON Netz, das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität Köln, RWE Transportnetz Strom und Vattenfall Europe Transmission vertreten waren. Die Zwischen- und Endergebnisse der Studie wurden von externen Gutachtern auf ihre Plausibilität überprüft.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromrechnung

    Talfahrt bei RWE und Eon: Gibt es noch Lichtblicke?

    Die beiden Stromriesen RWE und Eon stecken in der Klemme. Beim Umstieg auf erneuerbare Energien hinken beide Firmen hinterher. Werden das bald die Stromkunden mit steigenden Preisen ausbaden müssen?

  • Index

    Stellenabbau bei RWE & Co.: Tausende Jobs fallen weg

    Den deutschen Energieversorgern RWE, Eon und EnBW geht es an den Kragen und damit auch seinen Angestellten. Bei allen drei Unternehmen stehen Sparmaßnahmen an, die unter anderem Stellenstreichungen und Gehaltskürzungen nach sich ziehen.

  • Hochspannungsmasten

    Clement für Konsenslösung beim Energiewirtschaftsgesetz

    Der Bundeswirtschaftsminister hält einen Konsens zu den neuen Regelungen des Energiewirtschaftsgesetzes für möglich. Wenn Opposition und Länderchefs zustimmten, könnte das neue EnWG ohne Vermittlungsausschuss verabschiedet werden. Damit hätte der neue Regulierer ab 1. April eine vernünftige Arbeitsbasis.

  • Stromnetz Ausbau

    Weiterer Wirbel um noch nicht veröffentlichte Wind-Studie

    Die verfrühte Veröffentlichung von Ergebnissen einer Studie zur Windenergie ist sowohl von der Deutschen Energie Agentur als auch dem Branchenverband BWE kritisiert worden. Zentrale Aussage des Zeitungsberichts: Die Versorgungssicherheit mit Strom sei schon heute wegen der Windenergie gefährdet.

  • Energieversorung

    Verbraucherverbände: RegTP vor politischer Beeinflussung schützen

    Mitarbeiter der Regulierungsbehörde dürften drei Jahre vor und nach ihrer Tätigkeit bei der Behörde keine leitenden Funktionen in der Energiewirtschaft wahrnehmen, hat der Verbraucherzentrale Bundesverband gefordert. Es müssten institutionelle Gegengewichte gegen die Verquickungen geschaffen werden.

Top