Windkraft-Ausgleich

Netznutzungsentgelte: EnBW Transportnetze erhöht, EnBW Regional hält konstant

Die durchschnittlichen Netznutzungsentgelte erhöhen sich im Hochspannungsnetz um 0,2 Prozent, im Mittelspannungsnetz um 0,7 Prozent und im Niederspannungsnetz um 0,8 Prozent. Wesentliche Ursache für die Erhöhung im Transportnetz sei der neue Ausgleichsmechanismus für Strom aus Windkraftanlagen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Die Entgelte für die Verteilung elektrischer Energie (Netznutzungsentgelte) bleiben im Netz der EnBW Regional AG auch zum 1. Januar 2005 weitgehend konstant, obwohl sich die Kosten aus dem vorgelagerten Transportnetz erhöht hätten, teilte das Unternehmen bereits letzte Woche mit. Die Kostensteigerungen ergäben sich durch den zunehmenden Bedarf an Regelenergie im vorgelagerten Höchstspannungsnetz der EnBW Transportnetze AG. Sie würden jedoch durch eigene Einsparungen im Verteilnetz zum größten Teil aufgefangen.

Die durchschnittlichen Netznutzungsentgelte erhöhen sich im Hochspannungsnetz um 0,2 Prozent, im Mittelspannungsnetz um 0,7 Prozent und im Niederspannungsnetz um 0,8 Prozent. Wesentliche Ursache für die Erhöhung der Nutzungsentgelte im vorgelagerten Transportnetz sei der nach der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) schon seit 1. August 2004 geltende neue Ausgleichsmechanismus für Strom aus Windkraftanlagen. Die EnBW Transportnetze AG müsse jetzt den auf Baden-Württemberg entfallenden Anteil der bundesweit ins Netz eingespeisten Windenergie direkt aufnehmen und die Erzeugungsschwankungen laufend ausgleichen. Die von EnBW auszugleichende Windleistung steige damit um den Faktor 10 von knapp 200 Megawatt auf fast 2000 Megawatt. Die Entgelte auf der Höchstspannungsebene stiegen deshalb um 9,5 Prozent.

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