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Netzagentur will Durchleitungsgebühren senken

Die Bundesnetzagentur will die Gebühren erneut senken, die die Telekom von ihren Wettbewerbern für die Durchleitung von Gesprächen verlangen darf. Die neuen Entgelte könnten im Dezember in Kraft treten.

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Bonn (dpa/red) - Dazu hat die Agentur am Freitag einen ersten Vorschlag für Entgelte für Festnetz-Zusammenschaltungen veröffentlicht. Die aktuelle Netzmodernisierung der Telekom sei darin berücksichtigt, teilte die Agentur mit.

Alle zwei Jahre Überprüfung der Gebühren

Nach Vorgaben aus Europa sollen die zu erhebenden Gebühren alle zwei Jahre aktualisiert werden, erklärte eine Sprecherin. Die Durchleitungsentgelte sind deshalb auf der Grundlage eines modernen und effizienten Netzes der nächsten Generation ermittelt worden. Die Sprachtelefonie beansprucht laut Agentur in modernen Netzen eine vergleichsweise nur noch geringe Bandbreite.

Der Vorschlag der Netzagentur

Der Vorschlag sieht vor, dass die Telekom für Durchleitungen auf unterster Netzebene künftig 0,24 Cent pro Minute verlangen darf. Auf höherer Ebene, wo Gespräche mehr Netzelemente in Anspruch nehmen, darf die Telekom 0,35 bis 0,41 Cent pro Minute verlangen. An welchen Tagen und zu welcher Uhrzeit die Gespräche stattfinden, solle künftig keine Rolle mehr spielen.

Ihren Entwurf will die Bundesnetzagentur am 23. Juli 2014 ins Netz stellen. Die betroffenen Parteien haben dann rund einen Monat Zeit, schriftlich Stellung zu nehmen. Er soll dann den nationalen Regulierungsbehörden und der EU-Kommission übergeben werden. Am 1. Dezember könnten die neuen Entgelte in Kraft treten.

Update: Reaktion der Telekom

Die Telekom hält dagegen, dass der Aufbau der Netze der nächsten Generation (NGN) "enorme Investitionserfordernisse" stellt. Den deutschen Netzbetreibern würden damit in hohem Umfang finanzielle Mittel entzogen, die für den zügigen Aufbau der Netze notwendig sind. "Profiteure sind allein jene Unternehmen, die nicht in Netze investieren, sondern darüber nur Dienste anbieten", lautet die Kritik der Telekom. Das seien vor allem Internet-Anbieter wie Google oder Skype.

Quelle: DPA

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