Mobilfunk

Netzagentur: Frequenzen werden neu geordnet

Die Bundesnetzagentur will die Mobilfunk-Frequenzverteilung in Deutschland neu ordnen. Nachdem die EU den Zusammenschluss von E-Plus und o2 genehmigt hat, soll dies für eine gerechtere Verteilung sorgen.

Mobilfunkmast© B. Neeser / Fotolia.com

Bonn (dpa/red) - Um einen diskriminierungsfreien Zugang zu diesen Ressourcen sicherzustellen, müssten die Fusionsunternehmen Spektren in den Bereichen 900 und 1800 Megahertz frühzeitig räumen, erklärte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann am Freitag in Bonn. Durch den Zusammenschluss sind die Frequenzen in den Bereichen zum Teil ungleich verteilt.

Im 900-MHz-Band wird in Deutschland mit den Standards GSM und UMTS (2G und 3G) gefunkt, das 1800-MHz-Band wird zusätzlich auch für das schnelle Datennetz LTE (4G) verwendet.

Vergabeverfahren noch in diesem Jahr

Noch in diesem Jahr soll das Vergabeverfahren eröffnet werden. Funkfrequenzen wurden bei der Bundesnetzagentur bislang meist in einer Auktion vergeben. Auch Frequenzen aus dem Bereich 700 Megahertz, die als digitale Dividende II bezeichnet wird, sollen dabei unter den Hammer kommen. Die Bundesnetzagentur wolle danach und mit Blick auf die Frequenzausstattungen aller Wettbewerber prüfen, ob es insbesondere für den Bereich der UMTS-Frequenzen (2 Gigahertz) noch Anpassungsbedarf gibt.

Bei der Auktion kommen alle GSM-Frequenzen in einen Topf, wobei eine Grundausstattung für die drei Betreiber reserviert ist. Nach der Vergabe - Experten rechnen mit Frühjahr 2015 - muss die neue Mobilfunk-Allianz von Telefónica und E-Plus jene Spektren vorzeitig freimachen, die sie nicht wieder ersteigerte, nämlich bis Ende 2015. Damit sollen die notwendigen Ressourcen für das schnelle mobile Internet bereitgestellt werden, betonte Homann.

Quelle: DPA

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