Fristen

Netzagentur entscheidet erst im zweiten Halbjahr 2006 über Gaspreise

Aufgrund von Fristen wird die Bundesnetzagentur wahrscheinlich erst im Juli kommenden Jahres erste Entscheidungen über zu hohe Gaspreise fällen. Zunächst haben die Unternehmen ein halbes Jahr Zeit, die Unterlagen vorzulegen. Und danach würde die Prüfung wiederum ein halbes Jahr dauern.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Die Bundesnetzagentur wird frühestens im Juli kommenden Jahres erste Entscheidungen über die Gaspreise fällen. Das sagte eine Sprecherin der Bonner Aufsichtsbehörde der "Berliner Zeitung" (Montagausgabe).

"Die Versorger haben ein halbes Jahr Zeit, um die Genehmigungsunterlagen für ihre Netzentgelte vorzulegen", erläuterte Netzagentur-Sprecherin Renate Hichert. Diese Frist laufe voraussichtlich im Januar aus. Danach habe ihr Amt ein halbes Jahr, um die eingereichten Kalkulationen zu prüfen und Bescheide zu erstellen.

Dieser Zeitraum dürfte dem Bericht zufolge voll ausgenutzt werden. Schließlich handele es sich um die erste Prüfung dieser Art, seit dem die frühere Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post im Sommer im Rahmen des neuen Energiewirtschaftsgesetzes auch die Aufsicht für den Strom und Gassektor übertragen bekommen hat. Frühere Entscheidungen seien nur dann zu erwarten, wenn einzelne Gasversorger ihre Durchleitungstarife anheben wollten. In solchen Fällen müssten die Unternehmen die Genehmigungsunterlagen sofort vorlegen, erklärte Hichert.

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