NetStrom als Vertriebsweg zum Gewerbekunden

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com
Im Zuge der Liberalisierung des Strommarkt geraten immer mehr Energieversorger unter erheblichen Wettbewerbs- und Preisdruck. Sie sehen dabei Arbeitsplätze, mitunter auch ihre gesamte Existenz gefährdet. Mit dem Stromhandel via Internet bietet sich Energieversorgern nun eine kosten- und zeitsparende Alternative hinsichtlich Vertrieb und Beschaffung: Die geplante Gründung der NetStrom AG soll der Dynamisierung des Strommarktes Rechnung tragen.



NetStrom ist ein virtueller Strom-Handelsplatz im Internet, der es seinen Mitgliedern ermöglicht, den Handel von Stromkontingenten, sogenannten Spots, insbesondere auch im Rahmen eines Last- bzw. Spitzenlastmanagements unkompliziert, zeitnah und flexibel zu realisieren. In Deutschland wie auch in Europa.



Angebote und Nachfragen von Spots werden via NetStrom einer großen Anzahl von Marktteilnehmern online zugänglich gemacht und quasi in Echtzeit gehandelt. NetStrom bietet somit bundesweit und sogar europaweit die Möglichkeit, Strom auf einfache und schnelle Weise zu handeln und schafft dadurch die Voraussetzung für ein effizientes Spitzenlastmanagement. Für die Teilnahme am NetStrom-Handel ist eine Mitgliedschaft erforderlich, mit der Unternehmen eine speziell für den Internet-Stromhandel entwickelte Software erhalten.



Mitglieder können Angebote und Nachfragen von Spot-Lieferungen ins Netz stellen. NetStrom schafft einen Ausgleich von Offerten und Kaufinteressen. Gibt es entsprechende Gegenpositionen, stellt NetStrom den Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer her und leitet die Geschäftsabwicklung zwischen den Handelspartnern ein.



NetStrom richtet sich aber nicht nur an die derzeitig etwa 1000 Energieversorgungsunternehmen, sondern auch an die gewerblichen und industriellen Stromkunden. Diesen bietet NetStrom die Möglichkeit, durch eine verbesserte Markttransparenz am Wettbewerb im liberalisierten Strommarkt teilzuhaben. Die Unternehmen mit Eigenerzeugung können darüber hinaus NetStrom als neuen Absatzweg für Überkapazitäten nutzen.



Damit wird den Energieanbietern die Möglichkeit gegeben, sich über NetStrom direkt an wechselwillige gewerbliche und industrielle Stromkunden zu wenden und diese entweder als Neukunden zu gewinnen oder Altkunden doch noch zu halten, da die Wechselabsicht frühzeitig erkannt werden kann.


Im Gegensatz zu klassischen Strombörsen, -brokern oder -maklern erhebt NetStrom lediglich einen Mitgliedsbeitrag und keine Vermittlungsprovisionen - und ist daher wesentlich kostengünstiger für die Nutzer. Des weiteren bestehen auch keine Mindestgrößenanforderungen und mögliche Restriktionen durch die Bildung von Standardprodukten für Stromkontingente, so dass auch kleinere Energieversorgungsunternehmen sowie gewerbliche und industrielle Stromkunden am Stromhandel über NetStrom teilnehmen können.



Zusätzlich bietet NetStrom den Vorteil des gezielten Handels von Strom aus Wind,- Wasser-, KWK-Erzeugung und Photovoltaik.



NetStrom befindet sich in der Pilotphase, an der sich zur Zeit 14 Energieversorgungsunternehmen beteiligen. An der Pilotphase, die bis zum 31. Oktober dieses Jahres terminiert ist, können noch alle interessierten Energieversorgungsunternehmen kostenlos teilnehmen, um sich auf die bevorstehende rasante Entwicklung im Stromhandel vorbereiten zu können. Weitere Infos unter www.netstrom.de.

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