Preistreiber Öl und Gas

Nebenkosten in diesem Jahr stark gestiegen

Die Nebenkosten für Wohnungen und Häuser sind in diesem Jahr stark gestiegen. Sie legten 2008 um 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu, teilte das Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen (ifs) mit. Preistreiber waren dabei vor allem Heizöl und Gas. Heizöl verteuerte sich demnach im Jahresdurchschnitt um 32,4 Prozent, Gas um neun Prozent.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (AFP/sm) - Die Steigerungen kämen zu dem allgemein bereits sehr hohen Preisniveau bei den beiden Energieträgern hinzu, hob das ifs hervor. "Mieter müssen sich auf deutliche Nachzahlungen für 2008 gefasst machen", erklärte das Institut. Der Gaspreis könnte zudem auch weiter steigen, warnte das ifs - da er dem Ölpreis mit einem Zeitabstand von etwa einem halben Jahr folgt.

Einen deutlichen Preisschub verzeichnete das ifs auch beim Strom: Dieser wurde in diesem Jahr 6,9 Prozent teurer. Bei den anderen Nebenkosten seien die Preissteigerungen hingegen moderat ausgefallen und lägen größtenteils unter der allgemeinen Inflationsrate: Die Wasserversorgung sei 0,9 Prozent teurer geworden, die Abwasserentsorgung 1,5 Prozent und feste Brennstoffe wie Kohle 2,9 Prozent teurer. Die Gebühren für die Müllabfuhr sind demnach sogar erstmals gesunken - um 0,5 Prozent.

Sehr deutlich sind die Preissteigerungen laut ifs auch im Fünf-Jahres-Vergleich: Flüssige Brennstoffe sind in diesem Zeitraum demnach 112,8 Prozent teurer geworden, Gas 47,6 Prozent und Strom 28,8 Prozent. Insgesamt seien die Wohnnebenkosten damit um 32,5 Prozent gestiegen, während die allgemeinen Lebenshaltungskosten nur 10,1 Prozent zugelegt hätten. Die Mieten stiegen seit 2003 demnach um nur 5,3 Prozent.

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